Busse und Bahnen stehen wieder still: Erneuter Streik im Nahverkehr in NRW

Von Volker Danisch

Düsseldorf - Fahrgäste im kommunalen Nahverkehr Nordrhein-Westfalens müssen am kommenden Dienstag (17. März) mit deutlichen Einschränkungen rechnen.

Am kommenden Dienstag stehen Busse und Bahnen im kommunalen Nahverkehr in NRW erneut still.  © Oliver Berg/dpa

Die Gewerkschaft Verdi ruft in allen Regionen des Bundeslandes Beschäftigte im Fahrdienst zum Warnstreik auf. Busse und Stadtbahnen stünden in den bestreikten Betrieben von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht still, teilte die Gewerkschaft mit.

Nicht betroffen sind am Dienstag nach Verdi-Angaben das Unternehmen wupsi in Leverkusen, die Bahnen der Stadt Monheim, Stadtbus Gütersloh, die Stadtwerke Münster und die Stadtwerke Hamm. Das Unternehmen Aseag in Aachen ist ohnehin nicht Teil des Tarifkonflikts. Unter der langen Liste der bestreikten Betriebe am Dienstag sind auch die Stadtwerke Krefeld. 

Bereits für diesen Montag (16. März) sind den Angaben zufolge landesweit Beschäftigte in den Verwaltungen und Kundenzentren der kommunalen Nahverkehrsunternehmen zum Warnstreik aufgerufen.

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Mit dieser zweitägigen Struktur der Warnstreiks solle deutlich gemacht werden, wie unterschiedliche Berufsgruppen täglich dafür sorgten, dass der Nahverkehr funktioniere. Das reiche von der Verwaltung über Service bis hin zum Fahrdienst. 

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Welche Verkehrsalternativen gibt es?

Der Tarifkonflikt dreht sich um die Arbeitsbedingungen der etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW.  © Bernd Wüstneck/dpa

Erfahrungsgemäß fahren einige Busse privater Subunternehmer. Außerdem sind S-Bahnen und Regionalzüge nicht von dem Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr von NRW betroffen und können etwa innerhalb der Großstädte genutzt werden, um ein großes Stück voranzukommen.

Der ADAC rät in solchen Fällen zu Fahrgemeinschaften und für kurze Strecken zum eigenen Fahrrad oder zu Sharing-Angeboten, etwa Leihräder oder Elektroscooter. 

Das NRW-Schulministerium hatte bei vorangegangenen Warnstreiks im Nahverkehr darauf hingewiesen, dass Schulpflicht besteht: "Bei im Vorfeld angekündigten Ereignissen wie einem Streik des öffentlichen Nahverkehrs besteht die Verpflichtung zur Teilnahme am Unterricht auch weiterhin."

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Der Tarifkonflikt dreht sich um die Arbeitsbedingungen der etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW. In den bislang zwei Verhandlungsrunden ist keine Einigung erzielt worden. 

Arbeitgeber halten Forderungen für überzogen

Verdi NRW will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll außerdem von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 Prozent des Stundenentgelts auf mindestens 40 Prozent steigen.

Der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen wirft Verdi seit Wochen vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der Verkehrsbetriebe zu verschließen. Die Tarif- und Entgeltbedingungen hätten sich schon deutlich verbessert, der Nahverkehr biete bereits attraktive Arbeitsplätze. 

Warnstreiks legten bereits in den vergangenen Wochen große Teile des kommunalen Nahverkehrs landesweit oder zuletzt regional lahm.

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