Einigung erzielt, Streiks beendet: Millionen Pendler in NRW können endlich aufatmen

Von Volker Danisch, Maurice Hossinger

Bochum - Finaler Durchbruch in der dritten Verhandlungsrunde - und keine Streiks mehr!

Unter anderem die KVB in Köln war von den angekündigten Warnstreiks von Verdi betroffen - jetzt sind die Streiks vom Tisch.  © Oliver Berg/dpa

Am Donnerstag haben sich in Bochum Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen auf einen Tarifabschluss geeinigt.

In den Tarifverhandlungen in NRW ging es konkret um die Arbeitsbedingungen, insbesondere um Arbeitszeiten und Zuschläge, nicht aber um die Entgelte.

Die Einigung sieht ein Absenken der wöchentlichen Arbeitszeit von 39 auf 38 Stunden in zwei Schritten bei gleichem Lohn vor. Verdi hatte 37 Stunden gefordert. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten wird von 10 auf 11 Stunden erhöht.

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Der Zuschlag für Sonntagsarbeit steigt von 25 Prozent des Stundenentgelts auf 30 Prozent. Verdi hatte mindestens 40 Prozent verlangt. Die Tarifeinigung sieht eine lange Vertragslaufzeit von vier Jahren bis Ende 2029 vor. Für die einzelnen Maßnahmen sind bestimmte Stichtage vorgesehen.

Die erste beiden Verhandlungsrunden für rund 30.000 Beschäftigte in mehr als 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW waren ohne Ergebnis geblieben.

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Nach einer früheren Einschätzung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen befördern die kommunalen Verkehrsbetriebe in NRW pro Tag im Durchschnitt etwa fünf Millionen Fahrgäste.

Da es oft Hin- und Rückfahrten sind, könnten es etwa 2,5 Millionen tägliche Nutzer sein.

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