Hamburger brauchen Geduld: Streik im öffentlichen Nahverkehr angekündigt

Hamburg - Am Montag, den 2. Februar müssen sich Hamburgs Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr auf erhebliche Einschränkungen bei U-Bahnen und Bussen einstellen.

Mitarbeiter des öffentlichen Nahverkehrs (HVV und VHH) sind am Montag dazu aufgerufen zu streiken. (Archivfoto)  © Uwe Anspach/dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat unter anderem Beschäftigte der Hamburger Hochbahn und der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen.

Der Warnstreik soll in der Nacht zu Montag um 3 Uhr starten und nach knapp 24 Stunden enden.

"Hintergrund ist zum einen die laufende Tarifrunde bei der Hamburger Hochbahn: Bei der ersten Verhandlungsrunde am heutigen Freitag legten die Arbeitgeber kein Angebot vor, die Verhandlungen verliefen somit ergebnislos", teilte Verdi am Freitag mit.

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Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Lohnsteigerung von 7,5 Prozent in Verbindung mit einer sozialen Komponente für die unteren Entgeltgruppen. Des weiteren soll die Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 7,5 Prozent und die Einführung eines Mietkostenzuschusses in Höhe von 200 Euro pro Monat für Auszubildende durchgesetzt werden.

Zudem sind die vollständige Kostenübernahme des Deutschlandtickets und eine Altersteilzeit sind Teil des Forderungspakets.

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Streik auch in Teilen des öffentlichen Dienstes

Busse und U-Bahnen werden am Montag für 24 Stunden stillstehen.  © Marcus Brandt/dpa

Daneben werde derzeit bei den Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) ein neuer Manteltarifvertrag verhandelt, in dem grundlegende Arbeitsbedingungen geregelt werden sollen.

Die Forderung heiße "Entlastung" betont man vonseiten der Gewerkschaft. Bislang habe man auch in diesen Verhandlungen keine Einigung erzielt.

Neben den öffentlichen Verkehrsmitteln soll auch in Teilen des öffentlichen Dienstes gestreikt werden.

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Darunter Beschäftigte aus der TU Harburg, aus Bezirksämtern, Hamburg Service vor Ort, Landes- und Fachbehörden, Schulen, Feuerwehr, Landesbetrieben, Senat und Personalamt, Senatskanzlei, Datenschutz und Informationsfreiheit, Bürgerschaft und Rechnungshof.

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