Kita-Streik in NRW: Was Eltern tun können, wenn die Betreuung ausfällt
Von Volker Danisch
Köln - Wegen Warnstreiks kann es am Dienstag in vielen Kinderbetreuungseinrichtungen der Arbeiterwohlfahrt (Awo) zu Einschränkungen kommen, etwa in Kitas und in der Nachmittagsbetreuung an Grundschulen. Doch was können Eltern machen, wenn die Kita oder die Ganztagsschule des Kindes betroffen ist?
Die Gewerkschaft Verdi hat landesweit Beschäftigte der Awo NRW zu einem Warnstreiktag aufgerufen. In Trägerschaft der Awo befinden sich nach deren Angaben in NRW 840 Kitas und 519 offene Ganztagsschulen (OGS).
Es könne zu Gruppenzusammenlegungen und Schließungen kommen, erklärte Verdi. In Köln, Bochum und Herford sind Kundgebungen von Streikenden geplant.
Eltern sollten aufmerksam verfolgen, ob das Kita-Angebot des Kindes von dem Streik betroffen ist. Träger informierten auch über etwaige Notgruppen, um die Betreuung für Kinder sicherzustellen, deren Eltern zwingend darauf angewiesen sind. Dazu sollten Familien möglichst rasch Kontakt mit der Kita aufnehmen oder sich an das Jugendamt wegen alternativer Betreuungsmöglichkeiten wenden.
Das Familienministerium des Landes bittet Eltern zudem, die aktuellen Informationen der jeweiligen OGS zu beachten. "Für die Beschäftigten der Träger der außerunterrichtlichen Angebote, etwa in der OGS, sind die jeweiligen Träger vor Ort verantwortlich", heißt es aus dem Ministerium. In den Betreuungsverträgen fänden sich häufig Regelungen zu unvorhergesehenen Ausfällen, wie etwa Notbetreuungen.
Das will Verdi mit Awo-Streit erreichen
Verdi fordert 500 Euro brutto mehr monatlich für alle Beschäftigten sowie 300 Euro brutto mehr für Auszubildende. Außerdem erwartet die Gewerkschaft drei zusätzliche freie Tage für Verdi-Mitglieder. Als völlig überzogen kritisierten die Arbeitgeber die Forderungen.
Im Durchschnitt entsprächen die Wünsche einer Lohnsteigerung von rund 13 Prozent. Die Arbeitgeber legten in der dritten Runde ein Angebot vor. Die vierte Runde ist für den 30. und 31. März geplant.
Titelfoto: Caroline Seidel/dpa
