Nach dem Streik ist vor dem Streik: Hier geht es am Freitag und Samstag weiter

Von Mona Wenisch

Frankfurt/Hessen - Noch ist der Warnstreik in vollem Gange, da werden schon weitere angekündigt. Nach dem Warnstreik am Dienstag sollen die Beschäftigten im Nahverkehr in einigen hessischen Städten auch am Freitag und Samstag die Arbeit niederlegen.

Der öffentliche Nahverkehr in Frankfurt ist am Dienstag nahezu lahmgelegt.
Der öffentliche Nahverkehr in Frankfurt ist am Dienstag nahezu lahmgelegt.  © Andreas Arnold/dpa

Eine Verdi-Sprecherin sagte am Vormittag: "In Frankfurt fährt nichts, in Kassel auch nicht." In Wiesbaden fallen nach Angaben auf der Homepage von ESWE Verkehr die meisten Buslinien aus - mit Ausnahme der Linien 5, 28, 39 und 46, die von Partnerunternehmen betrieben würden, sowie der Regionalbusse.

"Es kann aber auch hier zu Einschränkungen kommen", so das Unternehmen. Auch das an anderen Tagen auf Abruf verfügbare "Wi Mobil" sei vom Warnstreik betroffen.

Weniger Probleme dürften Pendler auch bei diesem Warnstreik im Busverkehr in Gießen und Marburg haben.

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In beiden mittelhessischen Städten gelten unterschiedliche Tarifverträge für das Fahrpersonal, sodass weniger Beschäftigte in den Verdi-Warnstreikaufruf einbezogen sind.

Auch Wiesbaden zählt am Freitag und am Samstag wieder zu den bestreikten Städten.
Auch Wiesbaden zählt am Freitag und am Samstag wieder zu den bestreikten Städten.  © Andreas Arnold/dpa

Was genau wird am Freitag und Samstag bestreikt?

Beim bundesweiten Warnstreik am kommenden Wochenende werden auch hessische Städte betroffen sein. Verdi rief etwa 5200 Beschäftigte zur Arbeitsniederlegung auf. Diese gehören zu den Unternehmen in den Städten:

  • Frankfurt

  • Wiesbaden

  • Kassel

  • Gießen

  • Marburg

  • Offenbach

Die Offenbacher Verkehrs-Betriebe werden laut Verdi allerdings nur Freitag bestreikt, alle anderen an beiden Tagen.

Worum geht es in dem Tarifstreit?

Verdi fordert vor allem bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.
Verdi fordert vor allem bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.  © Andreas Arnold/dpa

In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.

"Die Verhandlungen kommen insgesamt kaum voran, obwohl es in einzelnen Bereichen schon vier Runden gab", sagte die stellvertretende Verdi-Chefin Behle. Das sei "mehr als enttäuschend".

Auch die Arbeitgeber beklagten zuletzt den fehlenden Fortschritt bei den Verhandlungen.

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Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), das größte ÖPNV-Unternehmen in Deutschland, kritisierten beispielsweise, dass Verdi bisher nicht klargemacht habe, welche Forderungen die Gewerkschaft besonders wichtig findet.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

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