Diesmal gleich zwei Tage! Leipzigs Busse und Bahnen sollen schon wieder stillstehen

Leipzig - Knapp drei Wochen nach dem Streik bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) sollen in der Messestadt die Busse und Bahnen erneut stillstehen: Die Gewerkschaft Verdi hat Mitarbeiter der LVB aufgerufen, sowohl am Freitag als auch am Samstag die Arbeit niederzulegen.

Passagiere der Leipziger Verkehrsbetriebe müssen am Freitag und Samstag achtgeben! Die Gewerkschaft Verdi hat erneut zum Warnstreik im ÖPNV aufgerufen.
Passagiere der Leipziger Verkehrsbetriebe müssen am Freitag und Samstag achtgeben! Die Gewerkschaft Verdi hat erneut zum Warnstreik im ÖPNV aufgerufen.  © Sebastian Willnow/dpa

Von Freitagmorgen, 3 Uhr, bis Sonntagmorgen, 6 Uhr, will Verdi den ÖPNV in Leipzig bestreiken. "Dabei kommt es für Kundinnen und Kunden zu Einschränkungen und Ausfällen", warnten die Leipziger Verkehrsbetriebe am Dienstag in einer Mitteilung.

Das Unternehmen bittet Kunden, sich aktuell über die Auskunftssysteme über ihre Verbindungen zu informieren. Aktuelle Infos gebe es zudem über die App LeipzigMove sowie in den Verkehrsmeldungen unter www.L.de.

Hintergrund sind, wie bereits Anfang Februar, die aktuellen Verhandlungen zwischen Verdi und dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV). Die Gewerkschaft hatte zum 31. Dezember 2025 den Manteltarifvertrag Nahverkehr Sachsen gekündigt.

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Seitdem versucht sie, für die Beschäftigten der Nahverkehrsunternehmen höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen herauszuschlagen. Unter anderem geht es um kürzere Wochenarbeits- und Schichtzeiten sowie höhere Nacht- und Wochenend-Zuschläge.

Außer in Niedersachsen: Verdi ruft bundesweit zum Streik auf

Zwei Tage lang sollen Leipzigs Busse und Bahnen stillstehen. Die Gleise bleiben vorerst leer.
Zwei Tage lang sollen Leipzigs Busse und Bahnen stillstehen. Die Gleise bleiben vorerst leer.  © Sebastian Willnow/dpa

Mit dem Warnstreik soll nun der Druck auf den KAV vor der nächsten Verhandlungsrunde am 9. März erhöht werden.

Doch nicht nur in Leipzig soll die Arbeit niedergelegt werden. Verdi hat bundesweit für Freitag - und an einigen Orten auch für Samstag - zum Streik aufgerufen. Offen war am Dienstag noch, ob auch in Baden-Württemberg, bei der Hamburger Hochbahn und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein gestreikt wird. Die Entscheidungen dazu sollen im weiteren Verlauf der Woche fallen.

Von den Streiks ausgenommen ist Niedersachsen. Dort gilt noch bis Ende März eine Friedenspflicht.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa

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