Nächster Streik in Magdeburg: Nahverkehr steht vier Tage still

Magdeburg - Der Tarifstreit in Magdeburg geht in die nächste Runde: Die Gewerkschaft Ver.di kündigt jetzt einen viertägigen Streik im öffentlichen Nahverkehr an.

Der öffentliche Nahverkehr wird in Magdeburg vier Tage still stehen.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Vom 19. bis 22. März werden Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen.

Der Streik bringt die Bahnen und Busse der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) von Donnerstag, 0 Uhr bis Montagmorgen, 2.30 Uhr, vermutlich komplett zum Erliegen.

Die MVB würde derzeit nachprüfen, ob auch wie beim Streik im Februar ein Notverkehr von zwei Bus- und Tramlinien zur Verfügung gestellt werden kann.

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Betroffen sind neben der MVB auch die HAVAG in Halle, die DVG in Dessau sowie die PVG Burgenlandkreis.

Nach der letzten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt brach die Gewerkschaft ver.di nach eigenen Angaben die Verhandlungen ab, da die Arbeitgeberseite ein nicht zufriedenstellendes Angebot vorlegte.

"Nach vier Monaten Verhandlung legen die Arbeitgeber ein Papier vor, das den Namen Angebot nicht verdient", so Verhandlungsführer Paul Schmidt. "Das ist kein Schritt auf uns zu – das ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten."

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In den aktuellen Verhandlungen fordert die Gewerkschaft neben der Einführung der 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich sowie verlässlicheren Ruhezeiten ein sogenanntes Wahlmodell zur Arbeitszeitverkürzung, bei dem sich Beschäftige zwischen "mehr Freizeit oder zusätzlichem Entgeld" entscheiden könnten. Auf diese Forderungen ging die Arbeitgeberseite bislang nicht ein.

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