Stillstand am BER: ver.di ruft am Mittwoch zum Warnstreik auf

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Von Matthias Arnold

Berlin - Infolge eines Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi stellen die Betreiber des Hauptstadtflughafens BER den Passagier-Flugbetrieb am Mittwoch vollständig ein.

Am BER geht am Mittwoch nichts.
Am BER geht am Mittwoch nichts.  © Christophe Gateau/dpa

"Am Mittwoch, den 18. März 2026, sind keine regulären Passagierflüge am Flughafen Berlin-Brandenburg möglich", teilte die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) mit. Betroffen seien 445 Abflüge und Landungen mit etwa 57.000 Passagieren.

Die Gewerkschaft Verdi hat für den Tag zu einem ganztägigen Warnstreik am BER aufgerufen. Der Arbeitskampf sei eine "direkte Konsequenz der Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen", teilte Verdi mit.

Die FBB rief betroffene Fluggäste dazu auf, sich bei den jeweiligen Fluggesellschaften über Umbuchungen und alternative Reisemöglichkeiten zu informieren.

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Verdi verhandelt derzeit mit der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg über mehr Geld für rund 2000 Beschäftigte.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem 6 Prozent mehr, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat je Gruppe beziehungsweise Stufe. Außerdem will sie einen zusätzlichen freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen.

Verdi verhandelt um mehr Geld für rund 2000 Beschäftigte.
Verdi verhandelt um mehr Geld für rund 2000 Beschäftigte.  © Stefan Puchner/dpa

Erster Warnstreik in aktueller Tarifrunde

In der zweiten Runde in der vergangenen Woche hatte die Arbeitgeberseite ein erstes Angebot vorbereitet, das nach Darstellung der Gewerkschaft Entgelterhöhungen von jährlich rund 1 Prozent mit einer Laufzeit bis Ende 2028 vorsieht.

"Das ist kein ernsthaftes Angebot, sondern eine Provokation am Verhandlungstisch", teilte Verhandlungsführer Holger Rößler mit. Es ist der erste Warnstreik in der laufenden Tarifrunde.

Die FBB kritisierte den Arbeitskampf als unverhältnismäßig, "gerade in einer durch den Iran-Krieg ohnehin sehr angespannten Lage", wie FBB-Chefin Aletta von Massenbach mitteilte. "Die nächste Verhandlungsrunde ist bereits fest für den 25. März angesetzt. Wir sind zuversichtlich, dass eine Einigung zustande kommt."


Erstmeldung um 14.44 Uhr, zuletzt aktualisiert um 17.52 Uhr.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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