Streik-Aufruf von ver.di: DRK Kliniken sehen Patientenversorgung gefährdet
Von Andreas Rabenstein
Berlin - Teile des Pflegepersonals und andere Beschäftigte an den vier Berliner DRK Kliniken sind am Morgen in einen Streik getreten.
Der Streikaufruf der Gewerkschaft ver.di für Dienstag und Mittwoch richtete sich an das gesamte Personal außer den Ärzten, insgesamt rund 2500 Beschäftige, darunter auch Therapeutinnen und Handwerker.
Wie viele sich tatsächlich beteiligten, stehe bisher nicht fest, sagte eine ver.di-Sprecherin am Morgen. ver.di fordert Gehaltserhöhungen von fünf Prozent im Jahr 2026 und weiteren fünf Prozent im Jahr 2027.
Die Kliniken des DRK (Deutsches Rotes Kreuz) reichten gegen den Streik eine einstweilige Verfügung beim Arbeitsgericht ein, über die später am Tag verhandelt werden soll.
Aus Sicht des Unternehmens gefährdet die von ver.di vorgeschlagene Notdienstvereinbarung die Versorgung der Patienten.
Sie beschränke sich im Wesentlichen auf die Behandlung von lebensbedrohlichen Notfällen, so die Kritik.
Tarifkonflikt zwischen ver.di und DRK-Kliniken laufen seit Juli 2025
ver.di betonte hingegen, mit derselben Notdienstverordnung sei schon vor zwei Jahren gestreikt worden und es habe keine Probleme gegeben. Alle planbaren und ambulanten Fälle müssten aus Sicht von ver.di ausfallen und verschoben werden. Dringende Notfälle würden versorgt.
Die Tarifverhandlungen zwischen ver.di und den DRK Kliniken laufen seit Juli 2025, Ende Dezember 2025 endete die Friedenspflicht. Die DRK Kliniken Berlin betreiben vier Krankenhäuser, ein Hospiz und eine stationäre Pflegeeinrichtung.
Titelfoto: Gregor Fischer/dpa
