Von Volker Danisch
Düsseldorf - An sechs Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen müssen Patienten heute und morgen wegen zweitägiger Warnstreiks mit Einschränkungen rechnen.
An mehreren dieser Unikliniken hatte es bereits in den vergangenen Wochen ein- oder mehrtägige Arbeitsniederlegungen gegeben. Hintergrund ist der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder.
Für Dienstag und Mittwoch hat die Gewerkschaft ver.di an den NRW-Unikliniken in Aachen, Köln, Münster, Bonn, Essen und Düsseldorf im Rahmen bundesweiter Aktionen zu Warnstreiks aufgerufen.
Bei den Arbeitsniederlegungen in den vergangenen Wochen hatte ver.di NRW erklärt, dass ein Teil der Operationen entfallen könnte und mit erheblichen Auswirkungen auf die Abläufe zu rechnen sei.
Per Notdienstvereinbarung sei aber gewährleistet, dass dringliche Fälle versorgt werden. Die Kliniken informierten Patienten.
An den Unikliniken geht es um das Entgelt für Pflegerinnen und Pfleger, Labormitarbeiter, Verwaltungsmitarbeiter, Serviceassistenten und andere Beschäftigte. Um Ärzte geht es bei den Warnstreiks nicht, da deren Bezahlung über einen Tarifvertrag der Ärztegewerkschaft Marburger Bund geregelt ist.
Sind auch Hochschulen und andere Einrichtungen betroffen?
Die GEW hat auch an zahlreichen Hochschulen für Mittwoch Beschäftigte und studentische Beschäftigte zu Warnstreiks aufgerufen.
ver.di ruft für Donnerstag junge Beschäftigte an Universitätskliniken, Hochschulen, Bezirksregierungen und weiteren Einrichtungen der Landesverwaltung zu Aktionen auf.
Für Donnerstag hat die GEW bundesweit zu Warnstreiks an allen Schulen aufgerufen. Damit werden die Aktionen ausgeweitet. In NRW hatte es bislang einen Warnstreiktag an Schulen gegeben, von denen einige Städte und Regionen betroffen waren.
Bei den Warnstreiks an Schulen geht es nicht nur um angestellte Lehrkräfte. Die Aktionen beziehen auch etwa Sozialpädagogen und Schulsozialarbeiter ein. Das Schulministerium rät Eltern, auf Informationen der Schule zu achten.
Die Schulen seien bemüht, im Rahmen der personellen Möglichkeiten eine Aufsicht und Betreuung der Schüler sicherzustellen. Beamtete Lehrkräfte dürften sich nicht an Streiks beteiligen und stünden weiter zur Verfügung.