Verdi macht Ernst: Warnstreiks im Nahverkehr - was KVB-Kunden jetzt wissen müssen

Köln - Die Gewerkschaft Verdi hat zu bundesweiten Warnstreiks im Nahverkehr aufgerufen. Auch in Köln bleiben KVB-Bahnen und -Busse am kommenden Montag im Depot.

Auch in Köln wird gestreikt: Stadtbahnen und Busse der KVB bleiben am kommenden Montag im Depot. (Archivbild)  © Oliver Berg/dpa

Wie die Kölner Verkehrs-Betriebe am Freitag ankündigten, können am kommenden Montag (2. Februar) lediglich Busfahrten durch Subunternehmen durchgeführt werden.

"Diese Fahrten werden den Fahrgästen so bald wie möglich in der elektronischen Fahrplanauskunft angezeigt und zudem als Fahrplan-Tabelle auf der KVB-Website veröffentlicht", erklärte ein KVB-Sprecher.

Der reguläre Bus- und Bahn-Betrieb wird erst am frühen Dienstagmorgen gegen 3 Uhr wiederaufgenommen.

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Wichtig zu wissen: Auch die Stadtbahn-Linien 16 und 18, die gemeinsam mit den Stadtwerken Bonn (SWB Bonn) betrieben werden, stehen zum Wochenstart still. Zudem bleiben Kundencenter und Vertriebsstellen geschlossen.

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Verdi will Druck auf Arbeitgeber erhöhen

Mit den Streikmaßnahmen will die Gewerkschaft Verdi den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. (Archivbild)  © Peter Kneffel/dpa

Die Deutsche Bahn, Mittelrheinbahn und andere Eisenbahnverkehrsunternehmen sind nicht von dem Streik betroffen. "Kunden der KVB können somit auch auf S-Bahnen, Regionalbahnen (RB) und Regionalexpressbahnen (RE) ausweichen", empfahl die KVB und informierte, dass Tickets der KVB-Kunden innerhalb der räumlichen Geltungsbereiche im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) auch in diesen Verkehrsmitteln gelten.

Verdi geht davon aus, dass der Nahverkehr in vielen Regionen in Nordrhein-Westfalen zum Erliegen kommen wird. Die Aachener Verkehrsbetriebe Aseag sind eine der wenigen Ausnahmen, auf die sich die Tarifverhandlungen nicht beziehen.

Mit den Warnstreiks soll der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden. Auch in anderen Bundesländern soll der Nahverkehr weitgehend zum Stillstand kommen.

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