Im NRW-Nahverkehr drohen Warnstreiks: Nahezu alle großen Betriebe betroffen

Von Volker Danisch

Düsseldorf - Auf Fahrgäste in Bussen und Bahnen in Nordrhein-Westfalen könnten in den kommenden Wochen gravierende Ausfälle zukommen.

Auch auf Fahrgäste der KVB könnten in den kommenden Wochen erhebliche Einschränkungen durch Streiks zukommen.  © Oliver Berg/dpa

Im Tarifkonflikt um den kommunalen Nahverkehr will Verdi NRW den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen und schließt Warnstreiks noch vor Beginn der zweiten Verhandlungsrunde am 2. März nicht aus.

"Wir werden darüber nachdenken müssen, ob vor der zweiten Verhandlungsrunde noch etwas passiert", sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft in Nordrhein-Westfalen, Heinz Rech, in Düsseldorf. In dem schwelenden Tarifkonflikt geht es um Arbeitszeiten und Zuschläge.

Die erste Verhandlungsrunde für rund 30.000 Beschäftigte in mehr als 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW war am 21. Januar ohne Ergebnis geblieben. Verdi NRW kritisiert, dass die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt hätten, obwohl die Gewerkschaftsforderungen seit November vorlägen.

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Zu den kommunalen Verkehrsbetrieben, um die es in den Verhandlungen geht, gehören nahezu alle großen in Nordrhein-Westfalen von Köln, Düsseldorf und Duisburg über Oberhausen, Gelsenkirchen und Dortmund bis nach Bielefeld.

Die Aachener Verkehrsbetriebe Aseag sind eine der wenigen Ausnahmen in NRW, auf die sich die Tarifverhandlungen nicht beziehen.

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Verdi will mehr Ruhezeiten und Zuschläge

Verdi fordert unter anderem eine Erhöhung der Ruhezeit zwischen den Schichten sowie eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich.  © Tom Weller/dpa

Verdi NRW fordert, die wöchentliche Arbeitszeit von 39 Stunden bei vollem Lohnausgleich zu verkürzen. Auf welche Stundenzahl das erfolgen soll, werde noch konkretisiert.

Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 Prozent des Stundenentgelts auf mindestens 40 Prozent steigen, sagt Rech.

Ohne spürbare Verbesserungen der Arbeitsbedingungen werde es nicht gelingen, den Personalmangel im Nahverkehr zu beheben. Verdi NRW fordert deutlich mehr Investitionen in die Infrastruktur und das Personal.

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Beim vorangegangenen Tarifkonflikt um die Entgelte der Beschäftigten in den kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW legten Warnstreiks den Nahverkehr in vielen Großstädten lahm, teilweise über mehrere Tage.

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