Von Sarah Knorr
Berlin - Beschäftigte der Vivantes-Kliniken in Berlin sind am Mittwoch zum Streik aufgerufen. Welche Folgen das für Patienten und Besucher haben könnte.
Die Gewerkschaft Verdi rief Angestellte aus Gastronomie, Logistik, Reinigung und anderen Bereichen der Vivantes-Tochterunternehmen auf, ihre Arbeit ruhen zu lassen.
Ärzte und Pflegefachkräfte zählen nicht dazu.
Der Streik habe "mit der frühsten Frühschicht" begonnen, sagte Verdi-Verhandlungsführer Ben Brusniak. Der Streik-Aufruf gilt bis zum Ende der Nachtschicht am Samstagmorgen.
Im Rahmen des Streiks ist am Mittwoch für 9 Uhr eine Kundgebung vor dem Urban Krankenhaus mit anschließender Demonstration durch Kreuzberg geplant.
Am Donnerstag soll es eine Kundgebung vor der CDU-Landeszentrale geben.
Für einige Bereiche gelten Notdienstvereinbarungen
Es könne sein, dass planbare Operationen oder Reha-Behandlungen zum Teil verschoben werden müssten, sagte ein Vivantes-Sprecher. Betroffene würden dann benachrichtigt. Zudem gehe Vivantes davon aus, dass die Bistros geschlossen blieben. Patienten bekämen aber in jedem Fall ihr Essen. Die Rettungsstellen sollen offen bleiben.
Für einige Bereiche gelten Notdienstvereinbarungen, etwa für die Wäscheversorgung und die Logistik. Für den Bereich der Zentralsterilisation, wo Beschäftigte unter anderem für die Reinigung von Operationsinstrumenten zuständig sind, hat das Arbeitsgericht nach Streit von Verdi und Vivantes vor einigen Wochen Pläne für die Notdienste festgelegt. Daran werde sich gehalten, auch wenn die Gewerkschaft die festgelegten Zahlen als zu hoch erachte, hieß es von Verdi.
Die Verhandlungen laufen seit Januar. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Donnerstag vorgesehen.
Bei den Vivantes-Tochterunternehmen arbeiten rund 2200 Beschäftigte. Verdi fordert für sie einen Tarifvertrag, bei dem die Regelungen des Tarifvertrags für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Krankenhäusern (TVÖD-K) eins zu eins auf die Vivantes-Beschäftigten übertragen werden.