Warnstreik trifft Patienten: Über die Hälfte aller Operationen sind verschoben

Von Yuriko Wahl-Immel

Köln/Essen/Bonn - An den Unikliniken in Köln, Essen und Bonn sind die Warnstreiks im Tarifkonflikt mit den Ländern fortgesetzt worden.

Beschäftigte der Uniklinik stehen bei einem Warnstreik vor dem Haupteingang.
Beschäftigte der Uniklinik stehen bei einem Warnstreik vor dem Haupteingang.  © Federico Gambarini/dpa

Die Gewerkschaft Verdi berichtete am Mittwochmorgen, dass an den drei Standorten der zweite Warnstreiktag angelaufen sei.

Ein Sprecher der Kölner Uniklinik sagte, man erwarte "erneut deutliche Einschränkungen in der stationären wie ambulanten Patientenversorgung".

Nach Angaben von Verdi können an den drei Universitätskliniken erneut Operationen nur in reduziertem Umfang stattfinden. Aufschiebbare Termine waren zuvor abgesagt, eine Notfallversorgung gesichert worden.

Mann rettet Katze: Zwei Tage später passiert etwas, womit er nicht gerechnet hat
Katzen Mann rettet Katze: Zwei Tage später passiert etwas, womit er nicht gerechnet hat

Laut Kölner Uniklinik waren dort am Dienstag mehr als die Hälfte der Operationen verschoben worden.

NRW-weit hatten sich nach Angaben von Verdi am Dienstag mehr als 1000 Beschäftigte an den Aktionen beteiligt.

Für Mittwoch hatte Verdi hatte zudem an mehreren Hochschulen und Landeseinrichtungen zu Warnstreiks aufgerufen.

Gehalt von Pflegekräften oder auch Labormitarbeitern im Fokus

Die Gewerkschaft will in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder den Druck erhöhen - vor der zweiten Verhandlungsrunde an diesem Donnerstag.

Es geht an den Unikliniken um das Entgelt für Pflegerinnen und Pfleger, Labormitarbeiter, Verwaltungsmitarbeiter, Serviceassistenten und weitere Beschäftigte - nicht aber um die Bezahlung der Ärzte.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

Mehr zum Thema Streik & Gewerkschaften: