Warnstreiks an Hochschulen und Unikliniken: Diese Bereiche trifft es am härtesten

Von Volker Danisch

Düsseldorf/Münster - In einer Reihe von NRW-Städten müssen insbesondere Studierende sowie Patienten von Unikliniken in dieser Woche mit Einschränkungen rechnen.

Patienten in den NRW-Unikliniken müssen sich in dieser Woche auf streikbedingte Einschränkungen einstellen. (Symbolbild)
Patienten in den NRW-Unikliniken müssen sich in dieser Woche auf streikbedingte Einschränkungen einstellen. (Symbolbild)  © Maja Hitij/dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat viele Beschäftigte in den Bereichen Hochschulen, Landesverwaltung und Justiz zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Hintergrund sind die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Bundesländer, in denen Verdi den Druck erhöhen will.

Zu den ersten betroffenen Einrichtungen der zahlreichen Aktionen von Verdi in NRW gehört die Universität Münster, deren Beschäftigte für Montag zum Warnstreik aufgerufen wurden. Verdi ging dabei von Einschränkungen bei der Öffnung von Bibliotheken und Hörsälen aus.

An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gibt es einen Streikaufruf für Dienstag.

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Schwerpunkt der Aktionen sind mehrere Unikliniken: Am Dienstag und Mittwoch sind zweitägige Warnstreiks an den Unikliniken Köln, Bonn und Essen geplant.

An der Uniklinik Düsseldorf ist ein eintägiger Warnstreik für Dienstag angekündigt. Verdi verwies auf Notdienste, mit denen die Sicherheit der Patienten gesichert sei. In Notfällen könnten Patienten auch operiert werden.

Zweiten Verhandlungsrunde am 15. und 16. Januar in Potsdam

In den aktuellen Tarifverhandlungen fordert die Gewerkschaft Verdi unter anderem sieben Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst.
In den aktuellen Tarifverhandlungen fordert die Gewerkschaft Verdi unter anderem sieben Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst.  © Oliver Berg/dpa

Vor allem pflegerische Tätigkeiten und Servicebereiche wie die Wäscherei sowie die Verwaltung seien von den Arbeitskampfmaßnahmen betroffen.

Die laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Bundesländer erstrecken sich aber nicht auf das ärztliche Personal an den Unikliniken.

Die Uniklinik Köln etwa weist ihre Patienten im Internet darauf hin, dass spürbare Einschränkungen in der Patientenversorgung erwartet werden.

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Hiervon würden vor allem Patientinnen und Patienten betroffen sein, deren Behandlung medizinisch vertretbar verschoben werden kann. Die jeweiligen Fachbereiche informierten die betroffenen Patientinnen und Patienten.

Für die 925.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fordert die Verdi sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich zur Stärkung der unteren Lohngruppen.

Verdi verlangt von den Arbeitgebern in der zweiten Verhandlungsrunde am 15. und 16. Januar in Potsdam ein "faires und verhandlungsfähiges Angebot". Bleibe das aus, werde der Druck erhöht.

Titelfoto: Maja Hitij/dpa

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