Warnstreiks legen Nahverkehr in Nürnberg und Landshut lahm

Nürnberg - Ein erneuter Warnstreik hat am frühen Mittwochmorgen den Nahverkehr in Nürnberg lahmgelegt. Straßenbahnen, U-Bahnen und Busse seien in den Depots geblieben, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi.

Mit den Arbeitsniederlegungen wollen die Mitglieder von Verdi den Druck auf die kommende Tarifrunde erhöhen.
Mit den Arbeitsniederlegungen wollen die Mitglieder von Verdi den Druck auf die kommende Tarifrunde erhöhen.  © Stefan Puchner/dpa

Ausnahme seien Busse, die im Rahmen eines Streikfahrplans verkehrten. Die Beschäftigten wollten bis zum Betriebsschluss in der Nacht zum Donnerstag ihre Arbeit niederlegen.

Auch in Landshut war ein ganztägiger Ausstand der Busfahrerinnen und Busfahrer geplant.

Private Busunternehmen und Regionalbahnen wie die S-Bahnen sind davon nicht betroffen. Zum Volksfest Nürnberg sollte zudem am Nachmittag ein Shuttlebus fahren.

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Nostalgiefreunde können auch den Oldtimer-Bus "Büssing Präfekt" nutzen, der zwischen dem Hauptbahnhof und der Festwiese am Dutzendteich verkehrt.

Vom Streik beim Verkehrsbetrieb der Stadtwerke München dagegen sollten die Fahrgäste nichts mitbekommen.

Mehr Geld und weniger Arbeitszeit

Ein erneuter Warnstreik hat am frühen Morgen den Nahverkehr in Nürnberg lahmgelegt.
Ein erneuter Warnstreik hat am frühen Morgen den Nahverkehr in Nürnberg lahmgelegt.  © Daniel Karmann/dpa

Die Gewerkschaft hatte darauf verzichtet, die Aktion auf den Fahrdienst auszuweiten, da es aktuell bereits Einschränkungen wegen Bauarbeiten auf der S-Bahn-Stammstrecke gibt.

Mit den Arbeitsniederlegungen will Verdi den Druck auf die erneute Tarifrunde erhöhen, die am 15. April geplant ist.

Aktionen in weiteren Städten sind möglich, sollen nach Angaben der Gewerkschaft aber rechtzeitig angekündigt werden. Die Streikenden seien sehr kampfeslustig, sagte ein Verdi-Sprecher.

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Maßstab sind Tarifeinigungen in anderen Bundesländern.

Dort seien deutliche Entlastungen für Beschäftigte vereinbart worden, wie maximale Schichtlängen und minimale Ruhezeiten, sagte Branchenkoordinatorin Katharina Wagner. 

Die Gewerkschaft fordert für die etwa 9000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen deutliche Lohnerhöhungen. Zudem will Verdi eine Reduzierung der Arbeitszeit.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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