Terror-Unterstützung? Mutmaßliche Drohnen-Schmuggler festgenommen

Von Jacqueline Melcher und Monika Wendel

Karlsruhe - Die Bundesanwaltschaft hat in Brandenburg zwei mutmaßliche Unterstützer der prorussischen "Volksrepubliken Donezk und Luhansk" festnehmen lassen.

Den Beschuldigten wird die Unterstützung prorussischer Gruppen zur Last gelegt. (Archivfoto)  © Christoph Schmidt/dpa

Die Karlsruher Behörde wirft den beiden Männern die Unterstützung ausländischer terroristischer Vereinigungen in mehreren Fällen vor. Die Polizei rückte zu Durchsuchungen aus.

Beamte des Bundeskriminalamts nahmen den russischen Staatsangehörigen Suren A. und den Deutschen Falko H. heute in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Märkisch-Oderland fest.

Sie sollen am Donnerstag vor den Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof kommen, der über die Haftbefehle und eine Untersuchungshaft entscheiden wird. Die Polizei durchsuchte unter anderem ein Haus in Königs Wusterhausen.

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Die beiden Männer sollen seit 2016 herausgehobene Stellungen in einem Verein haben, der den Transport von Versorgungsgütern und Medizinprodukten, aber auch von Drohnen in den ukrainischen Donbass zugunsten von prorussischen Milizionären der "Volksrepubliken Donezk und Lugansk" organisierte.

Suren A. soll Vereinsgelder von über 14.000 Euro weitergeleitet haben. Daneben habe er Gütertransporte für die dortigen Milizen finanziert, so die Bundesanwaltschaft. Falko H. soll Lieferaufträge entgegen genommen und an der Verteilung von Gütern vor Ort mitgewirkt haben.

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Bereits im Mai 2025 Ermittlungen und Durchsuchungen in Berlin und Brandenburg

Bereits im vergangenen Mai wurden mehrere Objekte in Brandenburg durchsucht. (Archivfoto)  © Patrick Pleul/dpa

Es geht um den Verein "Friedensbrücke - Kriegsopferhilfe", der schon länger im Visier der Ermittlungsbehörden ist. Laut seiner Internetseite organisiert er offiziell Hilfsgüter-Transporte für Kriegsopfer. Die Vereinsvorsitzende lebt in Russland, wie es auf der Vereinsseite heißt.

Im Frühjahr 2014 übernahmen von Moskau gesteuerte Kräfte die Macht in den ostukrainischen Großstädten Donezk und Luhansk und betrieben die Abspaltung dieser Region von Kiew.

Die ukrainische Armee versuchte den verdeckten russischen Angriff erfolglos militärisch abzuwehren. Intern gingen die sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk mit Brutalität gegen alle Gegner vor.

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Im September 2022 annektierte Russland die Gebiete. Die Bundesanwaltschaft stuft die prorussischen "Volksrepubliken" als ausländische terroristische Vereinigungen ein.

Im vergangenen Mai hatte die oberste Strafverfolgungsbehörde Deutschlands bereits in Berlin und Brandenburg im Zusammenhang mit den Ermittlungen Objekte durchsuchen lassen. Damals wurde nach Angaben der Behörde aber niemand festgenommen.

Erstmeldung vom 21. Januar 2026, um 12.03 Uhr, zuletzt aktualisiert um 12.31 Uhr.

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