Zweiter Jahrestag nach Anschlag: Solingen erinnert an die Opfer

Von Volker Danisch

Solingen – Zwei Jahre nach dem tödlichen Terroranschlag von Solingen wird am Sonntag an die Opfer erinnert.

Hunderte Kerzen, Blumen und Trauerschreiben am Gedenkort unweit des Tatorts wenige Tage nach dem Anschlag. (Archivfoto)  © Christoph Reichwein/dpa

Vor der Stadtkirche gibt es einen Gottesdienst, Musik, Kerzen und bewegende Worte. Um 21.37 Uhr, genau zur Tatzeit, ist eine Schweigeminute geplant.

Am 23. August 2024 hatte ein Mann beim Stadtfest zum 650. Geburtstag Solingens auf dem Fronhof mit einem Messer auf Besucher eingestochen. Drei Menschen starben, mehrere weitere wurden verletzt.

Der Täter wurde später festgenommen und vor knapp einem Jahr zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

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Für viele Solinger ist der Anschlag auch zwei Jahre später nicht vergessen. "Die Tat hat die Menschen verändert", sagt Rechtsanwalt Simon Rampp, der Verletzte und Hinterbliebene vertritt.

Einige Betroffene wollten einfach ihr altes Leben zurück. Andere kämpften noch täglich mit den Folgen. Manche schauten sich etwa immer wieder um, wer hinter ihnen steht, oder gingen nicht mehr unbeschwert auf Veranstaltungen.

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Blumen und Kerzen befinden sich am Gedenkstein unweit des Tatorts für die Opfer des Terroranschlags von Solingen am ersten Jahrestag. (Archivbild)  © Thomas Banneyer/dpa

Einsatzkräfte kämpfen bis heute mit den Folgen

Auch bei den Einsatzkräften hat der Anschlag Spuren hinterlassen. Feuerwehrleute mussten damals unter extremen Bedingungen Verletzte versorgen und um Leben kämpfen. Einige Einsatzkräfte waren danach in psychologischer Behandlung. Inzwischen seien aber alle wieder im Dienst, berichtet Feuerwehrchef Sebastian Wagner.

Der Gedenkstein an der Stadtkirche erinnert ebenfalls an die Opfer. Dort stehen immer wieder neue Kerzen und Blumen. Auf dem Stein steht: "Alles ändert sich mit dem, der neben einem ist oder neben einem fehlt."

Am Abend soll es außerdem eine Gesprächsrunde geben. Dabei geht es vor allem darum, Betroffenen zuzuhören und ihnen Raum zu geben, über ihre Erlebnisse zu sprechen.

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