Doppelter Verlust: Tierpark Berlin trauert um zwei Bewohner
Berlin - Mit schwerem Herzen trauern Pfleger und Besucher um den Roten Panda Lisa Hari und das Goodfellow-Baumkänguru Nunsi.
Besonders plötzlich kam der Verlust von Lisa Hari, berichtete der Tierpark auf Instagram. Die bisherigen Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine Darmentzündung infolge eines schädlichen E.-coli-Bakteriums die Ursache für ihren Tod war.
Von außen war die Erkrankung nicht erkennbar. Bis zuletzt zeigte Lisa Hari ihr gewohnt fröhliches und typisches Verhalten – neugierig, aktiv und voller Energie.
Umso größer ist die Bestürzung über ihren unerwarteten Tod. Die anderen Roten Pandas im Tierpark sind wohlauf.
"Ruhe in Frieden, kleine Seele. Wir werden dich vermissen", heißt es aus dem Tierpark.
Goodfellow-Baumkänguru gehört zu stark gefährdeten Arten
Auch von Goodfellow-Baumkänguru-Dame Nunsi musste Abschied genommen werden. In den vergangenen Wochen hatte sich ihr Gesundheitszustand jedoch deutlich verschlechtert. Nach enger Absprache mit dem Tierarzt wurde entschieden, sie zu erlösen, um ihr weiteres Leid zu ersparen.
Grund war ein fortschreitender Knochenabbau in der linken Gesichtshälfte, der ihr keine Lebensqualität mehr ermöglicht hätte.
Goodfellow-Baumkängurus gehören zu einer stark gefährdeten Tierart. Ihr Bestand ist durch den Verlust ihres Lebensraums in den Regenwäldern Neuguineas sowie durch Jagd bedroht. Umso wichtiger ist die Arbeit zoologischer Einrichtungen für Schutz und Aufklärung. Baumkänguru-Männchen Jeffrey lebt weiterhin im Tierpark.
Der Abschied von Lisa Hari und Nunsi hinterlässt eine spürbare Lücke. Zwei Tierpersönlichkeiten, die viele Jahre Teil des Tierpark-Alltags waren – und in Erinnerung bleiben werden.
Titelfoto: Tierpark Berlin-Friedrichsfelde GmbH

