Droht bereits die nächste Wal-Strandung? Robert Marc Lehmann hat üble Befürchtung

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Anholt (Dänemark) - Die Obduktion von Buckelwal "Timmy" ist seit einigen Tagen abgeschlossen. Droht nun schon die nächste Wal-Katastrophe? Tierschützer Robert Marc Lehmann (43) hat große Sorge.

In seinem neuesten YouTube-Video äußert Robert Marc Lehmann (43) Bedenken, dass es vielleicht schon bald eine weitere Wal-Strandung geben könnte.
In seinem neuesten YouTube-Video äußert Robert Marc Lehmann (43) Bedenken, dass es vielleicht schon bald eine weitere Wal-Strandung geben könnte.  © Daniel Bockwoldt/dpa

"Wie wäre es, wenn ich euch jetzt sage: Der nächste Wal ist schon in Sicht?", so der 43-Jährige in seinem neuesten Video auf YouTube. "Es ist wieder ein Buckelwal und er ist verletzt." Doch diese Info kommt nicht von irgendwoher.

Der Naturschützer bezieht sich dabei auf einen Artikel von "BRF", einem Informationsangebot des Belgischen Rundfunks, der einen gestrandeten Wal vor Antwerpen beschreibt. In der Meldung heißt es, dass ein Buckelwal am Freitagmorgen in den Antwerpener Hafen geschwommen sei.

Weiter wird erklärt, dass das Tier sich jedoch nur kurz in belgischen Gewässern aufgehalten habe. Gegen 14 Uhr sei der Wal wieder zurück in die Nordsee geschwommen. Verletzungen am Tier werden in dem Artikel jedoch nicht bestätigt. Weshalb Lehmann also davon ausgeht, dass es sich bei dem Wal um ein verletztes Tier handelt?

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So sollen auch Videos des Tieres im Antwerpener Hafen im Internet kursieren. Eines davon nutzt der Experte und analysiert dieses. Dabei schließt er optisch gesehen nicht aus, dass das Tier tatsächlich Verletzungen aufweist. Zudem zitiert der 43-Jährige einen weiteren Artikel, bei dem von einem verletzten Buckelwal die Rede ist.

Robert Marc Lehmann über mögliche weitere Wal-Strandung: "Gar keinen Bock"

Das Schicksal von Buckelwal "Timmy" endete vor der Küste Dänemarks. Dort wurde das Tier nach der Obduktion abtransportiert.
Das Schicksal von Buckelwal "Timmy" endete vor der Küste Dänemarks. Dort wurde das Tier nach der Obduktion abtransportiert.  © Kai Moorschlatt/dpa

Per Google Earth präsentiert Lehmann in dem Video seinen Zuschauern, wo genau der Wal in Antwerpen entlanggeschwommen sein soll. So soll er sich von der Nordsee in die Schelde einige Kilometer weit bis zu einem Kernkraftwerk bewegt haben.

"Ich kenne dieses Areal. Ihr wisst ja, ich war schon überall", so der 43-Jährige weiter. Der Experte hat Bedenken: "Wenn wir uns dieses Gebiet mal angucken: Da ist ja schon wieder alles flach. Da sind überall Sandbänke. Überall Containerschiffe, Watt, Schlick." Vor allem der hochfrequentierte Bootsverkehr in der Schelde bereite ihm Sorge.

"Das ist ja schon wieder das allerschlechteste Gebiet für Wale überhaupt. [...] Da kriege ich eine absolute Vollmeise. Wie soll das gut gehen?" Zwar habe der Buckelwal aus der Schelde, anders als bei "Timmy", wieder selbstständig in die Nordsee zurückgefunden.

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Doch auch das bereitet Lehmann Sorge. "Er befindet sich wieder in der Nordsee, aber das heißt, er bewegt sich dann auch gerne mal Richtung Deutschland." Demnach sei es seiner Ansicht nach nicht auszuschließen, dass die nächste Wal-Katastrophe womöglich bald bevorsteht.

"Gar keinen Bock", so Lehmann abschließend. "Es bleibt abzuwarten, was mit dem Buckelwal aus der Schelde passiert."

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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