Eichhörnchen mit Vapes sorgen für Aufsehen: Das steckt dahinter
London (Großbritannien) - Was zunächst kurios wirkt, ist längst ein wachsendes Problem: Wildtiere kommen immer häufiger mit achtlos weggeworfenem Müll in Kontakt. Aktuell sorgt ein skurriler Fall aus der britischen Hauptstadt für Schlagzeilen.
Aufnahmen, die der Zeitung The Telegraph vorliegen, zeigen ein Eichhörnchen im Stadtteil Brixton - gemütlich auf einem Holzzaun sitzend, mit einer Vape zwischen den Pfoten.
Das graue Eichhörnchen knabbert am Mundstück der E-Zigarette und wirkt dabei fast so, als würde es genüsslich daran ziehen. Aber: Das Tier ist wohl kaum auf Nikotin aus - vielmehr hat es der süßliche Duft des Geräts angelockt.
"Das Fressen einer E-Zigarette gehört nicht zu ihrer natürlichen Ernährung. Die Inhaltsstoffe sind nichts, womit sie in der Natur in Berührung kommen", erklärt Craig Shuttleworth von der Bangor University.
Gerade das macht die Situation so problematisch: Beim Knabbern könnten Tiere gefährliche Stoffe aufnehmen, etwa Mikroplastik oder Nikotin.
Dieser Vorfall ist kein Einzelfall. Schon zuvor tauchten Videos auf, in denen Eichhörnchen mit E-Zigaretten interagieren.
Viele Einweg-Vapes landeten in der Natur
Auch die RSPCA (Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals) sieht in dem Video ein alarmierendes Beispiel. Achtlos weggeworfene E-Zigaretten stellen eine wachsende Gefahr für Wildtiere dar.
Vor einem Verkaufsverbot wurden laut Untersuchungen jede Woche rund fünf Millionen Einweg-Vapes entsorgt - viele davon landen nicht im Mülleimer, sondern in der Natur.
Titelfoto: Montage: Screenshot/Reddit/Competitive_Set_4386, Screenshot/TikTok/tts_tiktok22
