Mutter getötet: Verwaiste Bärenbabys hoffen auf ihre zweite Chance

Ramona (Kalifornien/USA) - Diese Geschichte geht unter die Haut! Zwei kleine Bären-Zwillinge sind plötzlich ganz auf sich allein gestellt: Ihre Mutter wurde von Behörden getötet, nachdem sie mit gefährlichen Zwischenfällen in Verbindung gebracht wurde.

Nach dem Tod ihrer Mutter müssen die Bären-Zwillinge allein klarkommen.
Nach dem Tod ihrer Mutter müssen die Bären-Zwillinge allein klarkommen.  © Screenshot/Facebook/San Diego Humane Society

Die beiden niedlichen Schwarzbären wurden nahe Monrovia entdeckt und in eine Wildtierstation gebracht.

DNA-Spuren hatten ihre Mutter mit gleich zwei Vorfällen verknüpft, bei denen Menschen in Gefahr geraten waren. Am Ende entschieden die Behörden, das Tier zu töten.

Für die Bärenbabys begann damit ein völlig neues Leben. Im "San Diego Humane Society's Ramona Wildlife Center" kümmern sich Experten rund um die Uhr um die kleinen Waisen.

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Doch die Hilfe hat einen ungewöhnlichen Haken: Die Tierpfleger verkleiden sich mit Fellkostümen, tragen Masken und nutzen spezielle Gerüche, um wie echte Bären zu wirken. Der Grund ist ernst: Die Tiere dürfen auf keinen Fall eine Bindung zu Menschen entwickeln.

Würden sie Menschen später mit Nahrung oder Sicherheit verbinden, hätten sie in der Wildnis kaum eine Chance und könnten selbst zur Gefahr werden.

Begegnungen zwischen Menschen und Bären werden immer häufiger

Ein schwieriger Balanceakt für die Helfer: Die beiden Jungtiere sind noch sehr klein und völlig abhängig von Pflege und Schutz. Gleichzeitig müssen sie lernen, ohne Menschen zurechtzukommen.

Der tragische Fall zeigt auch ein größeres Problem: Immer häufiger kommt es zu Begegnungen zwischen Menschen und Bären, oft weil Tiere in Wohngebieten Nahrung finden. Offene Mülltonnen oder Futterreste locken sie an, oft mit fatalen Folgen.

Trotz allem gibt es Hoffnung: Wenn alles gut läuft, sollen die beiden Bären eines Tages wieder ausgewildert werden. Bis dahin kämpfen sie - mit der Hilfe von Menschen, die alles tun, um genau das später vergessen zu machen.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/San Diego Humane Society

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