Eisiges Wetter beflügelt die Vogelgrippe

Dresden - Nicht nur der Winter hält Sachsen weiter fest im Griff, auch die Vogelgrippe breitet sich unvermindert aus. Weit über eine halbe Million Tiere sind in Sachsen bereits gekeult worden oder am Virus verendet. Eine Entwarnung kann das zuständige Friedrich Loeffler Institut (FLI) noch immer nicht geben, hofft jedoch auf einen Wetterumschwung.

Umweltarbeiter sammeln die Kadaver von Vögeln, die an der Vogelgrippe verendet sind, aus einem See.  © Ebrahim Noroozi/AP/dpa

594.000 tote Vögel zählt das Gesundheitsministerium in der diesjährigen Vogelgrippe-Saison. Besonders betroffen ist der Landkreis Meißen.

Auf einem Geflügelhof in Ebersbach wurden im Dezember Hunderttausende Legehennen gekeult. Auch die Zoos in Leipzig und Chemnitz waren bereits betroffen. Weiterhin werden infizierte Wildvögel gefunden - darunter vor allem Wild- und Graugänse, Schwäne und Kraniche. Zudem auch infizierte Greifvögel.

Ein wichtiger Grund für die anhaltende Seuche sei, dass Vögel aller Art sich derzeit "an den wenigen eisfreien Flüssen und Seen treffen". Wo viele Tiere auf engem Raum zusammentreffen, kann sich das Virus besonders leicht verbreiten, erklärt eine FLI-Sprecherin.

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Entsprechend hoffnungsvoll richte man den Blick aufs Wetter: "Je trockener und je wärmer es ist, desto inaktiver wird das Virus."

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