Wespenspinne in Deutschland: Das hat es mit dieser Art auf sich

Deutschland – Wespen und Spinnen lösen bei vielen Urängste aus. Die Wespenspinne setzt dem ganzen mit ihrem Äußeren noch einen drauf. Wo kommt diese Spinnenart vor?

So einem Exemplar kann man auch in Deutschland begegnen – das Foto stammt aus dem Raum Dresden.
So einem Exemplar kann man auch in Deutschland begegnen – das Foto stammt aus dem Raum Dresden.  © Kjeld Stein

Nein, diese Spinne wurde nicht in einer Bananenkiste nach Deutschland importiert oder ist einem Züchter entwischt, der Tropenspinnen hält.

Diese Spinne ist in Deutschland heimisch. Es ist die Wespenspinne.

Zwar war sie früher eher in Südeuropa zu Hause. Doch in den letzten Jahrzehnten hat die Wespenspinne ihren Lebensraum stark vergrößert und ist jetzt in ganz Europa, Nordafrika und in Teilen Asiens zu finden – also auch in deutschen Gärten.

Der NABU berichtet in "Die Wespenspinne im Porträt", dass sie kein Versteck hat wie beispielsweise die Kreuzspinne, sondern trotz ihres auffälligen Rückenmusters meist kopfüber in ihrem Netz hängt und auf Beute wartet.

Ab Mai schlüpfen die Jungtiere und im adulten Stadium trifft man diese Spinnenart von Juli bis Oktober.

Wespenspinnen: Infos zur Spinnenart

Die Wespenspinne gehört zur Familie der Echten Radnetzspinnen. Diese Tiere spinnen ein kreisförmiges Netz mit einer auffälligen Zick-Zack-Linie. Diese geht oftmals direkt durch die Mitte oder ist kreisförmig angelegt.

Woher der Name Wespenspinne kommt, ist unschwer zu erkennen: Der Hinterleib ist mit deutlich erkennbaren gelben und schwarzen Querstreifen gekennzeichnet – allerdings nur bei den Weibchen.

Die werden auch deutlich größer als die weniger auffälligen braunen Männchen. Weibchen werden bis zu 25 Millimeter lang, Männchen nur bis zu 6 Millimeter.


Das könnte Dich auch interessieren:

Hier sieht man das Zick-Zack-Band der Wespenspinne sehr gut.
Hier sieht man das Zick-Zack-Band der Wespenspinne sehr gut.  © Unsplash/Marian Kroell

Ist die Wespenspinne gefährlich?

Nein, nicht für den Menschen. Sollte es zu einem Biss kommen an Körperstellen mit sehr dünner Haut, wo die Giftklauen durchkommen, kann es zu Rötungen und leichten Schmerzen kommen. Das passiert aber sehr selten und ist höchstens unangenehm, aber nicht gefährlich.

Wer auf dem Speiseplan der Wespenspinne steht wie Bienen, Wespen, Schmetterlinge, sollte allerdings vorsichtig sein – ebenso wie Wespenspinnen-Männchen, denn diese Spinnenart gehört zu den kannibalistischen Arten.

Das Weibchen versucht bei der Paarung das Männchen zu töten, um es später zu verspeisen. Tja, Liebe geht bekanntlich durch den Magen.

Die Wespenspinne gibt es wirklich in Deutschland

Ein weiteres, wunderschönes Exemplar einer Wespenspinne aus Deutschland.
Ein weiteres, wunderschönes Exemplar einer Wespenspinne aus Deutschland.  © Steffen Sander

Update am 17.08.2020:

Wer noch immer nicht glaubt, dass es die Wespenspinne auch hier in Deutschland gibt, kann sich an diesem tollen Bild erfreuen. Das hat uns ein aufmerksamer TAG24-Leser via Facebook zukommen lassen – gesehen in Oschatz, Sachsen.

Titelfoto: Kjeld Stein

Mehr zum Thema Tiere:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0