Gärtner rettet halb totes "Kätzchen" aus Gebüsch: Kurz darauf begreift er seinen Irrtum

San Clemente (USA) - Als ein Gärtner bei seiner Arbeit in Kalifornien plötzlich auf einen halb toten Vierbeiner stieß, ahnte er noch nicht, dass es sich dabei keineswegs um ein gewöhnliches Haustier handelte. Allerdings sollte diese Verwechslung das Leben des Fellbündels retten.

Dieser halb tote Luchs sah durch seinen schlimmen Zustand aus wie eine Hauskatze.
Dieser halb tote Luchs sah durch seinen schlimmen Zustand aus wie eine Hauskatze.  © Bildmontage/Screenshot/Facebook/San Diego Humane Society

Der Gärtner hatte das Tier in einem Gebüsch in San Clemente entdeckt und es für ein krankes Kätzchen gehalten. Dem kleinen Vierbeiner, bei dem es sich in Wirklichkeit um eine junge Luchsdame gehandelt hatte, fehlte beinahe das gesamte Fell und er lag nur noch regungslos da.

Besorgt brachte der Gärtner die Fellnase in ein örtliches Tierheim, von wo sie nach einer ersten Einschätzung sofort in eine Tierklinik verlegt wurde. Dort angekommen hing das Leben der Luchsin am seidenen Faden:

"Sie sagten, als sie ankam, war sie so gut wie tot", erklärt Autumn Welch, Leiterin der Wildtierabteilung der San Diego Humane Society, gegenüber The Dodo. "Sie reanimierten sie und konnten sie wiederbeleben."

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Dank einer Bluttransfusion von einer Katze der Tierarzthelferin konnte das Leben des Jungtiers gerettet werden - auch, wenn es noch immer nicht ganz über den Berg war. "Sie war in einem wirklich schlechten Zustand, sehr dünn und hatte aufgrund der Räude viele Haare verloren", so Welch.

Luchs wird dank Verwechslung das Leben gerettet

Nach vier Monaten konnte das Tier wieder in die Freiheit entlassen werden.
Nach vier Monaten konnte das Tier wieder in die Freiheit entlassen werden.  © Screenshot/Facebook/San Diego Humane Society

Im Tierheim "San Diego Humane Society" setzten die Pfleger alles daran, das Tier wieder aufzupäppeln. Zwei Monate, viele Infusionen, Eisenpräparate und Antiparasitika später war die Luchsin endlich stabil genug, um in das Außengehege der Einrichtung verlegt zu werden. Dort sollte sie sich zunächst wieder an das Leben in der Natur gewöhnen.

Da sie noch als Jungtier durchging, wollten die Mitarbeiter ihr noch "etwas mehr Zeit" geben als ausgewachsenen Patienten.

Nach vier Monaten im Tierheim war das Tier wie ausgewechselt: Die Luchsin hatte ihr dichtes Fell zurückerlangt und zeigte sich wieder von ihrer lebhaften Seite. Besser hätte sie den Pflegern nicht beweisen können, dass es an der Zeit war, sie wieder freizulassen.

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Bei ihrer Auswilderung entstand ein herrliches Foto, was den Luchs bei seinem Sprung aus der Transportbox, mitten hinein in die Natur zeigt: "Sie flog los und verschwand im Gebüsch", erinnert sich Welch. "Sie sah so gesund aus und war einfach bereit."

Dies wäre nicht passiert, wenn da nicht ein Gärtner mit einem großen Herz für Tiere gewesen wäre - der eventuell nicht ganz genau hingesehen hat ...

Titelfoto: Screenshot/Facebook/San Diego Humane Society

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