Gesichteter Buckelwal offenbar in Deutschland angekommen - Experte sicher: "Er wird sterben"

Holnis - Bereits Ende Juni wurde nach dem traurigen Schicksal von "Timmy" erneut ein Buckelwal in der Ostsee gesichtet. Der Ozeanriese wurde zu dieser Zeit bei Sonderburg in Dänemark gesehen. Jetzt soll genau das passiert sein, was Experten bereits befürchtet haben: Der Wal sei in deutschem Gewässer angekommen.

Bilder der dänischen Touristenführerin Linda Frølund Hansen (51) machten im Juni bereits die Runde in den sozialen Medien. So wurde der Buckelwal unter anderem im Kleinen Belt gesichtet. Dabei soll es sich offenbar um "Hartwin" handeln.  © Linda Frølund Hansen/Bridgewalking

Tierschützer tauften den Wal bereits auf den Namen "Hartwin". Zuletzt wurde der Buckelwal am Nachmittag des 5. Juli vor Holnis auf der deutschen Seite der Flensburger Förde gesichtet, dokumentierte die Organisation "Stranded No More".

"Damit hat Hartwin nun von dänischen in deutsche Gewässer gewechselt", so die Experten. Doch das Tier habe offenbar bereits eine lange Reise hinter sich.

Nach Angaben der Organisation, welche die Sichtungen des Tiers immer wieder dokumentierte, habe "Hartwin" in den vergangenen Monaten bereits Tausende Kilometer über die Niederlande, Norwegen, Schottland, England, Dänemark und nun Deutschland zurückgelegt.

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Bereits am 18. Januar soll er erstmals bei Bloemendaal in den Niederlanden gesichtet worden sein. Doch die Experten geben zu verstehen: Seine Aufenthaltsorte in den vergangenen Wochen bedeuten nichts Gutes.

"Seine Bewegungen durch zunehmend enge dänische Meerengen, Fjorde und Binnengewässer spiegeln das Muster wider, das den Buckelwal Timmy/Hope in der deutschen Ostsee nur Wochen zuvor in die Falle lockte und letztlich tötete", heißt es auf der Website der Organisation.

Und auch sein Gesundheitszustand bereite den Experten Sorge: Heiko Buch-Illing, Leiter des Wissens- und Forschungszentrums Fjord&Bælt in Kerteminde (Dänemark) erklärte im Gespräch mit "Newstime": "Da gibt’s keine Chance. Er wird sterben."

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Buckelwal "Hartwin": Gesundheitszustand offenbar kritisch

Experten befürchten, dass dem Buckelwal ein ähnliches Schicksal wie dem verstorbenen "Timmy" drohen könnte. (Archivbild)  © Marcus Golejewski/dpa

So würde das ständige Auftauchen den Wal Kraft kosten. Er sei offenbar auf der Suche nach seichten Gewässern, um sich dort ausruhen zu können. Es sei also nur eine Frage der Zeit, bis er strande. Und auch die Experten von "Stranded No More" sehen den Gesundheitszustand von "Hartwin" kritisch.

"Fotografien und Videos aus dänischen Gewässern zeigen ausgeprägte abnormale Hautverfärbungen auf dem Rücken des Wals." So habe ein Walexperte des Dänischen Naturhistorischen Museums bereits erklärt, dass diese Verfärbungen auf einen Pilzbefall hindeuten könnte.

Doch auch ein natürliches Wachstumsmuster bei Buckelwalen könne er nicht ausschließen.

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