Gut gemeint, fatal geendet: Rehkitz stirbt nach Rettungsversuch
Von Manuel Rank
Mintraching - Es war wohl gut gemeint, doch endete tragisch: Eine Frau hat in der Oberpfalz ein Rehkitz mit nach Hause genommen – das Tier starb wenig später.
Die 52-Jährige hatte das etwa eine Woche alte, unverletzte Kitz am Mittwochabend fiepend im Gras in Mintraching (Landkreis Regensburg) gefunden und zwischenzeitlich mit nach Hause genommen, wie die Polizei mitteilte.
Ein verständigter Jagdpächter wies sie an, das Tier umgehend an den Fundort zurückzubringen. Bei einer späteren Kontrolle war das Rehkitz jedoch bereits gestorben.
Mutmaßlich wegen des menschlichen Geruchs nahm die Mutter das Jungtier nicht mehr an. Die Polizei ermittelt wegen Jagdwilderei.
Während der Setzzeit etwa von April bis Juli liegen Rehkitze den Angaben zufolge häufig reglos im Gras; wer ein Tier findet, sollte Abstand halten, die Umgebung verlassen und im Zweifel Fachleute wie Jägerinnen und Jäger oder den Notruf verständigen.
Das Kitz darf laut Polizei keinesfalls berührt werden, da Fremdgeruch dazu führen kann, dass die Mutter es nicht mehr annimmt und es deshalb nicht versorgt wird.
Titelfoto: Uwe Anspach/dpa
