Hühner misshandelt? Strafbefehle gegen Schlachthof-Mitarbeiter

Von Irena Güttel

Ansbach - In einem der größten Geflügelschlachthöfe Deutschlands sollen Mitarbeiter Hühner misshandelt haben. Auf diese kommen nun Geldstrafen zu.

Hühner mussten vor ihrem Tod in Mittelfranken Schlimmes ertragen. (Symbolfoto)
Hühner mussten vor ihrem Tod in Mittelfranken Schlimmes ertragen. (Symbolfoto)  © Julian Stratenschulte/dpa

Die Staatsanwaltschaft beantragte Strafbefehle mit 30 bis 180 Tagessätzen gegen sieben Beschäftigte des Betriebs im mittelfränkischen Wassertrüdingen, wie ein Sprecher der Anklagebehörde in Ansbach sagte. Vier der Strafbefehle habe das Amtsgericht bereits erlassen, davon sei einer rechtskräftig.

Videoaufnahmen der Tierrechtsorganisation ANINOVA hatten den Fall im vergangenen April ins Rollen gebracht. Auf diesen sollen Mitarbeitende zu sehen sein, die Hühner misshandelten. Die Staatsanwaltschaft nahm daraufhin die Ermittlungen auf.

Der Schlachthof ist seitdem geschlossen. Dieser zählte laut der Bayerischen Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen zu den größten seiner Art in Deutschland: Pro Tag wurden dort bis zu 60.000 Legehennen zu Suppenhühnern weiterverarbeitet.

Der Mitarbeiter, bei dem der Strafbefehl rechtskräftig ist, gilt laut Staatsanwaltschaft als vorbestraft. Die Geldstrafe bei ihm liegt über 90 Tagessätzen, ab dann gilt man als vorbestraft. Dabei entsprechen 30 Tagessätze einem Nettomonatseinkommen.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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