Smyrna (Georgia/USA) - Vor rund einer Woche entdeckten Tierschützer mehrere ausgesetzte Hunde auf einem Friedhof in der Kleinstadt Smyrna (Georgia/USA). Dass sich diese Entdeckung in eine Rettungsmission verwandeln würde, damit hätte wohl niemand gerechnet – eine der Fellnasen steckte in einem Rohr fest.
Es war am Montag, als das Telefon des ortsansässigen Tierheims Walker County Animal Shelter klingelte. "Ein besorgter Bürger hatte angerufen und gemeldet, dass am Sonntagabend drei ausgesetzte Hunde auf einem Friedhof zurückgelassen worden seien", erklärte das Team in einem Facebook-Beitrag. Schnurstracks eilten die Mitarbeiter der Auffangstation zum Ort des Geschehens.
Dort angekommen trauten die Tierschützer ihren Augen kaum: Zwei der ausgesetzten Tiere streunten auf der Ruhestätte herum, um nach Nahrung zu suchen – völlig abgemagert und verängstigt. Mit absoluter Vorsicht versuchten die Walker-County-Mitarbeiter, die Vierbeiner zu fangen.
Während ihres Einsatzes hörte das zuständige Team plötzlich ein leises Wimmern. Mehrere Minuten lang versuchten die Tierschützer, den Ursprung des Geräusches ausfindig zu machen – mit Erfolg. In einem schmalen Abwasserkanal entdeckten die Helfer schließlich eine Hündin.
"Unsere Tierfänger arbeiteten fleißig, vorsichtig und geduldig daran, sie sicher aus dem Rohr zu befreien", schrieb das Team unter dem Post. Die Fellnase war so stark abgemagert, dass sie sich kaum noch bewegen konnte. Nach der Rettungsmission tauften die Mitarbeiter die Hündin "Miracle".
Wie die Fellnase in den engen Schacht geraten konnte, bleibt unklar. Die Walker-County-Mitarbeiter gehen jedoch davon aus, dass sie in dem Rohr nach Schutz gesucht hatte, nachdem sie rücksichtslos ausgesetzt wurde.
Halter konnten ausfindig gemacht werden, jetzt droht ihnen eine Strafanzeige
Nachdem die Fellnasen in Transportboxen verladen wurden, brachte das zuständige Team die ausgesetzten Hunde in eine medizinische Einrichtung, um ihren Gesundheitszustand überprüfen zu lassen. Bei den Untersuchungen stellten die Ärzte fest, dass Miracle "nur noch zehn Pfund" (circa 4,5 Kilogramm) wog – eine erschreckende Zahl.
"Was eigentlich ein Ort des Friedens hätte sein sollen, wurde für diese unschuldigen Tiere zum Schauplatz von Angst, Hunger und Überlebenskampf", betonte das Tierheim.
Trotz ihres grausamen Schicksals gehe es den Vierbeinern schon viel besser. "Diese drei Hunde erhalten nun die Pflege [...], die sie so dringend benötigen", hieß es weiter.
Die Besitzer der abgemagerten Tiere konnten bereits ermittelt werden. Wie das Tierheim mitteilte, sei gegen die Halter eine Strafanzeige wegen "Tierquälerei und Aussetzung" gestellt worden.
Es bleibt nun zu hoffen, dass die Tiere ein liebevolles Zuhause finden.