Tierquälerei am Flughafen? Schockierendes Video sorgt für heftige Vorwürfe
Delhi (Indien) - Ein schockierendes Video sorgte für Aufregung bei Tierschützern: Ein Hund wurde am Flughafen von Delhi mit einem Seil festgebunden und mitgenommen, obwohl es sich dabei um einen bekannten und friedlichen Straßenhund handeln soll. Die Verantwortlichen widersprechen den Vorwürfen entschieden.
In den sozialen Medien identifizierten Nutzer das Tier als "Dholu", einen bekannten Straßenhund, der laut vielen Stimmen weder aggressiv noch gefährlich gewesen sein soll.
Tierschützer erheben schwere Vorwürfe: Der Hund sei "illegal eingefangen" worden und seitdem verschwunden, wie die Hindustan Times berichtet.
Die Flughafenbetreiber widersprechen dieser Darstellung entschieden: In ihrer Version sprechen sie von einem braunen Hund, der zuvor zwei Menschen gebissen und aggressives Verhalten gezeigt habe.
Das Tier sei kontrolliert eingefangen, beruhigt und anschließend wieder in sein gewohntes Umfeld zurückgebracht worden.
Auch das Verschwinden der Hündin Kaddu sorgte laut NDTV unter Tierfreunden für tiefe Besorgnis. Das Tier, das ebenfalls am Flughafen lebte, wird bereits seit dem 26. März vermisst.
Straßenhunde dürfen in Indien nicht aus ihrem Revier entfernt werden
Die Flughafenbehörde (DIAL) rechtfertigte das Vorgehen mit einer Zunahme von Beißvorfällen. Laut offiziellen Angaben wurden in den vergangenen drei Monaten über 30 Angriffe durch Straßenhunde im Flughafenbereich gemeldet.
Die Verantwortlichen betonen gleichzeitig, dass am Flughafen ein umfassendes Programm zum Umgang mit Straßenhunden existiert - inklusive Fütterung, Impfungen und Sterilisation in Zusammenarbeit mit Behörden und Tierschutzorganisationen.
Der Fall ist besonders brisant, weil die indische Gesetzeslage klar ist: Einmal sterilisiert und geimpft, dürfen Straßenhunde nicht einfach aus ihrem Revier entfernt werden.
Während sich beide Seiten widersprechen, bleibt eine zentrale Frage offen: Was ist wirklich mit Dholu und Kaddu passiert?
Titelfoto: Montage: PRAKASH SINGH / AFP, Screenshot/X/@sundeepshawarma

