Mann aus Eritrea vermisst seinen Schäferhund, dann entdeckt er eine bitterböse Nachricht

Altenstadt - Wie kann man Hund und Herrchen nur so etwas antun? Bange Stunden lagen hinter beiden, ehe sie wieder glücklich vereint werden konnten. Der Grund für ihre erzwungene Trennung sorgt jedoch für Kopfschütteln.

Der entführte Schäferhund konnte kurz nach der Tat allein herumstreunend, aber wohlauf aufgegriffen werden. (Symbolfoto)
Der entführte Schäferhund konnte kurz nach der Tat allein herumstreunend, aber wohlauf aufgegriffen werden. (Symbolfoto)  © 123RF/keleny

Zwischen Sonntagabend (24. April) und Montagmorgen sollen bislang unbekannte Täter einen Schäferhund aus einem Zwinger in Altenstadt im hessischen Wetteraukreis entführt haben. Das mögliche Motiv: rassistischer Hass gegen den Hundebesitzer.

Laut Angaben der Wetterauer Zeitung, mit Bezug auf Aussagen der zuständigen Polizeidienststelle, soll es zwischen 20.10 Uhr am Sonntagabend und 7 Uhr am darauffolgenden Morgen zu der Tat gekommen sein.

Der Schäferhund eines Mannes aus Eritrea befand sich zu diesem Zeitpunkt in seinem Zwinger auf dem Gartengrundstück seines Herrchens, welches sich in der Heidestraße im Ortsteil Rodenbach befindet.

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Doch nahmen die bislang noch nicht ermittelten Entführer nicht nur den Vierbeiner unter ihre kriminellen Fittiche, sondern hinterließen für dessen Herrchen noch einen bitterbösen Brief. In diesem teilten die Täter dem Geschädigten sinngemäß mit, dass ein Deutscher Schäferhund nicht in den Besitz eines Menschen aus Eritrea gehöre.

Letztlich endete die unschöne Erfahrung aber glimpflich. Kurz nach seinem Verschwinden konnte der Schäferhund allein herumstreunend, aber wohlauf im nahe gelegenen Bad Vilbel aufgriffen und zunächst in ein Tierheim übergeben werden, ehe sein Herrchen ihn am Donnerstag wieder in die Arme schließen konnte.

Polizei ermittelt wegen rassistischen Hintergrunds bei Hunde-Entführung in Altenstadt

Trotz der glücklichen Zusammenführung von Hund und Herrchen ermittelt die zuständige Polizei noch immer in Bezug auf die genauen Hintergründe der Tat. Besonders im Fokus stehen hierbei neben dem Diebstahl an sich auch der stattgefundene Hausfriedensbruch sowie vor allem die rassistische Botschaft.

Wer verdächtige Beobachtungen zwischen Sonntagabend und Montagfrüh im Bereich der Heidestraße gemacht hat, kann Hinweise unter der Rufnummer 06042/96480 an die Beamten weitergeben.

Titelfoto: 123RF/keleny

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