Familienhund rettet Zweijährigen vor Wolf - und bezahlt das mit seinem Leben: "Sie war sehr mutig"

Orbicciano (Italien) - Was für eine heldenhafte Vierbeinerin! In der Toskana soll sich die siebenjähirge Mischlingshündin "Destiny" zwischen einen Wolf und das Kind (2) ihrer Halter gestellt haben. Das mutige Eingreifen bezahlte das Haustier am Ende mit dem Leben.

Experten gehen davon aus, dass der Wolf nicht allein in der Region in der Toskana unterwegs gewesen ist. (Symbolfoto)  © Bernd Weißbrod/dpa

Wie unter anderem das italienische Portal "Versilia Today" berichtet, soll sich der Vorfall im Dorf Orbicciano in der Toskana ereignet haben.

Demnach betrat das Raubtier am vergangenen Wochenende zunächst unbemerkt gegen 21.30 Uhr den Innenhof des Bauernhauses der Familie. Zu dieser Zeit war der Vater mit den Vorbereitungen für einen Grillabend beschäftigt, während seine Frau in der Küche stand und ihr zweijähriger Sohn im Hof mit dem Familienhund spielte.

Als der Wolf den Jungen erblickte, soll er den Berichten zufolge zielstrebig auf ihn zugelaufen sein, um nach ihm zu schnappen.

Hunde Wunderschöner Mischling sucht neue Besitzer - aber es gibt einen Haken

Dabei hatte er aber offenbar die Rechnung ohne "Destiny" gemacht: Mutig stellte sie sich zwischen das Kind und den Wolf. Während beide Tiere miteinander rangen, brachte die Mutter den Zweijährigen im Haus in Sicherheit.

Schließlich packte der Wolf die Hündin am Hals und zerrte sie in ein nahe gelegenes Waldstück. "Sie war sehr mutig. Sie stellte sich ihm mit großer Entschlossenheit entgegen, obwohl der Wolf, so riesig er war, ihr keine Chance ließ", sagte die Mutter später gegenüber der Regionalzeitung "Il Tirreno".

Anzeige

Nur noch Überreste von Hündin "Destiny" können geborgen werden

Gemeinsam mit Nachbarn suchte die Familie am nächsten Tag nach der Hündin. Doch für sie kam jede Hilfe zu spät: In der Nähe eines Flusses konnten nur noch ihre Überreste entdeckt werden.

Der Vorfall schlägt inzwischen hohe Wellen: So geht der italienische Verband zum Schutz der Umwelt und des ländlichen Lebens aktuell davon aus, dass wohl ein ganzes Rudel Wölfe in der Gegend unterwegs ist. "Um einen Hund von etwa 22 Kilo wie diesen zu verschlingen, müssen mindestens drei oder vier Wölfe da gewesen sein", teilte "Tutela Rurale" mit.

Mehr zum Thema Hunde: