"Geisterhund" Amy sorgt für stundenlange Sperrung der A23
Itzehoe - Bange Stunden in Schleswig-Holstein! Am Freitagabend sorgte Hündin Amy für eine Vollsperrung auf der A23 bei Itzehoe (Kreis Steinburg).
Wie die Polizei gegenüber TAG24 mitteilte, sei der erste Notruf gegen 18 Uhr eingegangen. Der Anrufer meldete einen frei laufenden Hund, der auf der A23 zwischen den Anschlussstellen Itzehoe-Mitte und Itzehoe-Süd gesichtet wurde.
Der Mischling sei als "Geisterhund" auf der Südfahrbahn in Richtung Norden unterwegs gewesen, so der Polizeisprecher.
Die Polizei sperrte die Autobahn in dem Bereich und machte sich auf die Suche, doch von dem Vierbeiner fehlte jede Spur. Um 18.26 Uhr wurde die Sperrung aufgehoben - allerdings nur für wenige Minuten.
Um 18.32 Uhr ging der nächste Anruf ein, der Hund war zurück. Immer wieder meldeten sich Autofahrer und gaben die Position der Fellnase durch, doch die Polizei konnte den Hund nicht erwischen.
Gegen 19 Uhr erhielten die Beamten schließlich einen Anruf von der Halterin. Sie beteiligte sich fortan bei der Suche nach Amy.
Amys Ausflug hätte mit einem Schuss enden können
Erst gegen 20 Uhr konnten die Einsatzkräfte schließlich Entwarnung geben. Das verängstigte Tier war an einem Draht hängen geblieben und konnte eingefangen werden.
Laut Reporter vor Ort handele es sich bei Amy um einen Pflegehund aus Russland, der aktuell kein Zuhause hat und für ein paar Tage bei der Halterin untergekommen war.
Die 9-jährige Hündin habe sich im Garten von der Leine gelöst und sei plötzlich verschwunden.
Wie die Halterin gegenüber dem Reporter vor Ort angab, habe die Hündin großes Glück gehabt. Wäre sie nicht eingefangen worden, hätte man Amy abschießen müssen.
Letztlich sei das tatsächlich eine Maßnahme, die in solchen Fällen geprüft werden müsse, bestätigte der Polizeisprecher. Wenn die Gefährdungslage für Autofahrer zu groß werde, müsse man sich mit dieser Option beschäftigen.
Bei Tieren auf der Autobahn, die in Panik geraten und sich nicht ohne Gefahren für die Menschen einfangen lassen, sei das die letzte Möglichkeit. Man könne die Autobahn schließlich nicht ewig sperren.
Titelfoto: Florian Sprenger

