Held auf vier Pfoten: Hund wirft sich zwischen Bär und kleinen Jungen
Torrington (Connecticut/USA) - Ein Familienhund hat im US-Bundesstaat Connecticut offenbar das Leben eines sechsjährigen Jungen gerettet, als ein Schwarzbär plötzlich auf das Kind zustürmte. Dramatische Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, wie Husky-Mischling Bella ohne zu zögern eingreift und den Bären vertreibt.
Der Vorfall ereignete sich am Wochenende vor dem Haus von Jeffrey Tazzara, der später ein Überwachungsvideo auf Facebook veröffentlichte.
Auf dem Video ist zu sehen, wie der kleine Junge vor dem Haus steht, als plötzlich ein Schwarzbär direkt auf ihn zugerannt kommt.
Während das Kind erschrocken zurückweicht, sprintet Bella heran, stellt sich zwischen den Bären und den Jungen und jagt das Wildtier mit lautem Gebell davon. Der Bär dreht schließlich ab, rutscht unter ein auf der Einfahrt abgestelltes Boot und flüchtet.
Der Vater berichtete gegenüber ABC, er habe sich gerade auf den Weg zu einer Feier am US-Unabhängigkeitstag machen wollen, als er plötzlich ein ungewöhnlich aggressives Bellen seiner Hündin hörte.
"Ein bösartiges Bellen, nicht so, wie sie sonst bellt, jault und heult und so weiter ... das war eine ganz andere Art von Bellen", erklärte er.
Als er nach draußen blickte, sah er Bella bereits hinter dem Bären. Nach seinen Angaben biss sie dem Wildtier sogar ins Hinterteil, woraufhin es gegen das Boot prallte und schließlich das Weite suchte.
In Connecticut werden Begegnungen mit Schwarzbären häufiger
Für ihren mutigen Einsatz soll Bella nun ein besonderes Dankeschön erhalten: Beim nächsten Familien-Steakabend bekommt die vierbeinige Heldin ein großes Steak spendiert.
Ihr Besitzer sagt, Bella genieße ohnehin ein Hundeleben wie im Paradies - ohne Leine, mit viel Auslauf und jeder Menge Leckerlis.
In Connecticut nimmt die Zahl der Schwarzbären seit Jahren zu, weshalb Begegnungen mit den Tieren in Wohngebieten immer häufiger werden.
Die Behörden raten, Bären niemals zu füttern oder anzulocken, Abstand zu halten und Sichtungen den Wildtierbehörden zu melden.
Titelfoto: Screenshot/Facebook/Jeff Tazzara
