Kassel - Dieses Schicksal schmerzt! Bonny kam als angeblicher Fundhund in Kassel ins Tierheim, die Wahrheit stimmt allerdings traurig. Die Vierbeinerin wurde in der Vergangenheit herumgereicht und dann einfach herzlos ausgesetzt.
Laut den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der "Wau-Mau-Insel" handelt es sich bei der Fellnase um eine liebenswerte und aktive Schäferhund-Mischlingshündin, die viel durchmachen musste.
Zuletzt lebte Bonny bei einer Frau in Schauenburg, die sie jedoch schnellstmöglich loswerden wollte, da sie unsauber sei. Sie kontaktierte entsprechend mehrere Tierheime. Als offenbar auf die Schnelle keine zufriedenstellende Lösung gefunden werden konnte, wurde die Vierbeinerin eiskalt ausgesetzt.
Obwohl das Schicksal der Kleinen viele traurig und wütend macht, könnte es laut den Tierfreunden vermutlich die beste Option für sie gewesen sein, im Tierheim ein Plätzchen bekommen zu haben.
Was wäre die Alternative gewesen? Weiterhin bei Menschen leben zu müssen, die sich viel zu oft "unüberlegt Tiere anschaffen, die sie dann über eBay oder soziale Netzwerke weiterverscherbeln"? Die Tierheime versuchen immer zu helfen, auch wenn das Finden von passenden Lösungen mitunter etwas Zeit und Geduld in Anspruch nehmen kann.
Bonny aus dem Tierheim "Wau-Mau-Insel" in Kassel sucht ein Zuhause: Das sollten Interessenten wissen
Auch der Pflegezustand der Hündin, der laut den Mitarbeitenden "nicht so doll" war, passt ins Bild.
Bonny hatte viel zu lange Krallen, ein ungepflegtes Fell, das sicherlich längere Zeit keine Bürste mehr gespürt hatte, und darüber hinaus auch mehrere bereits verschorfte Stellen auf Nase und Gelenken.
Gesucht wird für sie jetzt ein Für-immer-Zuhause, in dem sie vielleicht zum ersten Mal im Leben von Herzen geliebt und entsprechend umsorgt wird.
Mit Artgenossen verträglich ist die Fellnase nicht, sie benötigt daher sowohl im Tierheim als auch bei ihrer neuen Familie einen Platz in Einzelhaltung.
Schäferhundtypisch ist Bonny, die überaus menschenbezogen ist, den Angaben zufolge "sehr kommunikativ" und würde sich "wunderbar als mobile Alarmanlage" eignen.
Mit acht Jahren auf dem Buckel ist sie nicht mehr die jüngste Vierbeinerin. Sie zeigt inzwischen leicht erhöhte Nieren- und Harnstoffwerte auf, benötigt aber noch kein Nierendiätfutter. Auch das Aufstehen ging früher sicher flüssiger. Ihr neues Reich sollte möglichst ebenerdig sein. Auch wäre es toll, wenn ein hundesicher eingezäunter Garten zur Verfügung stehen würde.
Wer sich vorstellen kann, Bonny ein Zuhause zu geben, kann sich montags bis freitags zwischen 10 und 12 Uhr sowie 16 und 18 Uhr unter der Telefonnummer 05618615680 oder alternativ per E-Mail und über das Webformular melden.