Hund weicht schwer verletztem Mann nicht von der Seite, doch die Retter müssen eingreifen

Szczyrk (Polen) - In Polen hat sich ein Mann auf einem Wanderweg im Beskiden-Gebirge ein Bein gebrochen. Der 44-Jährige aus Litauen war jedoch nicht allein ...

Die Retter mussten den Hund mitnehmen, er wollte seinen Besitzer, ein 44-Jähriger aus Litauen, auf keinen Fall alleine lassen.
Die Retter mussten den Hund mitnehmen, er wollte seinen Besitzer, ein 44-Jähriger aus Litauen, auf keinen Fall alleine lassen.  © Screenshot Facebook/GOPR Beskidy

An seiner Seite war sein treuer Begleiter: ein Hund! Am vergangenen Samstag unternahmen beide zusammen mit einer Gruppe von Freunden eine Fahrradtour.

Dabei stürzte der Mann von seinem Fahrrad, und sein Bein blieb zwischen den Speichen stecken, berichtet das polnische Nachrichtenportal Polsat News. Weil es zudem gebrochen war, konnte sich der Verletzte keinen Meter mehr fortbewegen. Außerdem hatte er zahlreiche Prellungen.

Die Retter mussten alle Speichen aufschneiden, um das Bein herausziehen zu können. Anschließend legten sie den Touristen auf eine Trage und wollten ihn an einen Ort bringen, an dem er dem Notarzt-Team übergeben werden sollte. Dabei stießen sie jedoch auf ein Hindernis ...

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Der Vierbeiner wollte seinen verletzten Besitzer keinen Schritt alleine lassen! Er wich ihm auch nicht von der Seite. Weil er sein Herrchen die ganze Zeit beschützte, bis die Einsatzkräfte vor Ort waren, hatte er auch jetzt nicht die Absicht, den Mann im Stich zu lassen.

Also mussten sich die Bergretter etwas einfallen lassen.

Das kleine Tier beschütze seinen Besitzer auch auf dem Weg zum Krankenwagen.
Das kleine Tier beschütze seinen Besitzer auch auf dem Weg zum Krankenwagen.  © Screenshot Facebook/GOPR Beskidy

Retter müssen das Haustier auch mitnehmen

"Uns blieb nichts anderes übrig, als ihn zusammen mit dem Verletzten einzupacken und zum Übergabeort, wo das Notfallteam wartete, zu bringen", schrieben sie auf ihrer Facebook-Seite GOPR Beskidy. Anschließend wurde der Patient mit einem Krankenwagen in ein Krankenhaus gebracht und das Tier von einem Freund aus der Reisegruppe übernommen. Er kümmert sich derzeit um das Hündchen.

In den Beskiden kommt es immer wieder zu Unglücksfällen. Seit Anfang September haben Retter von GOPR Beskidy bei 98 Unfällen Hilfe geleistet. Das hänge auch mit dem besonders großen Touristenansturm zusammen.

Bergwanderer und Fahrrad-Urlauber seien im Herbst gerne in dem Gebiet unterwegs.

Titelfoto: Screenshot Facebook/GOPR Beskidy (2)

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