Im Kampf verwundet: Militärhund Kuno wird mit Medaille geehrt

Afghanistan - Da gratulierte sogar die Royal Family: Der britische Militärhund Kuno wurde nach einem heroischen Einsatz in Afghanistan mit der für Tiere höchstmöglichen Medaille ausgezeichnet.

Hund Kuno wurde in Afghanistan schwer verwundet, heute kann er dank zweier Prothesen wieder laufen.
Hund Kuno wurde in Afghanistan schwer verwundet, heute kann er dank zweier Prothesen wieder laufen.  © Twitter Screenshot @DefenceHQ

Unter Granaten- und Maschinengewehrfeuer stürzte sich der tapfere Schäferhund 2019 auf einen feindlichen Al-Qaida-Schützen und ermöglichte somit den erfolgreichen Abschluss einer militärischen Operation in Afghanistan.

Der Kampf hätte für Kuno tödlich enden können, denn während der Auslandsmission der britischen Royal Navy wurde er stark verwundet. Zwei Kugeln trafen ihn an seinen beiden Hinterbeinen, berichtet der Guardian.

Bevor Kuno in die Heimat ausgeflogen werden konnte, musste ein Teil seiner Gliedmaßen amputiert werden. Doch das Militär ließ den Hund nicht fallen und spendierte ihm sogar zwei maßgeschneiderte Prothesen.

Frauchen muss laut lachen, als sie sieht, wie ihr Hund sie begrüßt
Hunde Frauchen muss laut lachen, als sie sieht, wie ihr Hund sie begrüßt

Damit ist Kuno der erste britische Militärhund, dem eine solche Investition zuteil wird. Durch die leichten und flexiblen Prothesen kann sich das todesmutige Tier fast wieder so schnell bewegen wie vorher.

Für seinen tapferen Einsatz in Afghanistan wurde Kuno nun sogar als 72. Empfänger der Dickin-Medaille auserkoren, wie das britische Verteidigungsministerium in einer Presseerklärung mitteilte.

Bisher wurden 34 Hunde, 32 Brieftauben aus dem Zweiten Weltkrieg, vier Pferde und eine Katze mit der Dickin-Medaille geehrt.

Auf Twitter und anderen sozialen Netzwerken bekam Kuno jede Menge Glückwünsche, darunter auch von der königlichen Familie. Jan McLoughlin, der Generaldirektor der tierärztlichen Wohltätigkeitsorganisation PDSA, zeigte sich höchst erfreut:

"Kunos Heldentaten haben zweifellos den Verlauf der Mission verändert und Leben gerettet. Er hat sich ohne Angst oder Zögern dem Feind gestellt und ist trotz schwerer Verletzungen nie aus seiner Pflicht geraten. Für seinen Mut und seine Hingabe ist er ein absolut verdienter Empfänger der PDSA-Dickin-Medaille und wir freuen uns darauf, seine Auszeichnung später in diesem Jahr offiziell zu überreichen."

Titelfoto: Twitter Screenshot @DefenceHQ

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