Kann das Bellen von Hunden bald übersetzt werden?

Seattle - Hundebesitzer kennen es: Ihr Tier bellt scheinbar ohne Grund drauf los und man rätselt, was der Vierbeiner wohl damit meinen könnte. Doch damit soll bald Schluss sein. Ein KI-System macht's möglich!

Bald können Hundebesitzer ihre Vierbeiner noch besser verstehen.
Bald können Hundebesitzer ihre Vierbeiner noch besser verstehen.  © 123RF/ Juan Jose Tugores

Wer würde nicht gerne mal wissen, was im Kopf seines Haustieres so vorgeht? 

Ein Gerät soll demnächst ermöglichen, dass Bellen von Hunden zu übersetzen. 

Wie die New York Times berichtet, soll eine Hundekamera eine neue Funktion einführen, die zwischen verschiedenen Arten von Bellen unterscheiden kann. 

Sobald das Verhalten eines Hundes dadurch ungewöhnlich erscheint, wird sein Besitzer via Push-Benachrichtigung informiert.

Andrew Bleiman, General Manager des Unternehmens Tomofun, das das Gerät herstellt, erklärte gegenüber NYT die Vorteile des Systems: 

"So können wir Ihnen nicht nur sagen, dass Ihr Hund bellt, sondern auch, ob Ihr Hund heult oder jammert oder hektisch bellt, und Ihnen im Grunde einen echten Notfallalarm senden."

Anhand der Aktivität des Tieres kann sein Wohlbefinden bestimmt werden

Um die neue Funktion zu entwickeln, hatte das Unternehmen tausende von Videodaten ausgewertet: "Wenn Sie eine Kamera haben, die den ganzen Tag auf einen Hund starrt und den ganzen Tag auf Hunde hört, ist die Datenmenge einfach enorm."

Tomofun ist sogar in der Lage, die Daten nach Rasse oder Größe eines Hundes zu verfeinern, berichtet Bleiman: „Ich kann Ihnen zum Beispiel sagen, dass ein Neufundländer im Durchschnitt, mindestens so viel wie unsere Kamera aufnimmt, viermal am Tag bellt und ein Husky bellt 36 Mal am Tag."

Mit Petcube versucht eine weitere Firma die Verhaltensweisen von Tieren zu entschlüsseln. 

Yaroslav Azhnyuk, Geschäftsführer und Mitbegründer des Unternehmens, ist zuversichtlich, dass Künstliche Intelligenz Tierbesitzern hilft, das Verhalten ihrer Lieblinge besser zu verstehen: "Wir haben damit begonnen, Algorithmen anzuwenden, um das Verhalten von Haustieren zu ergründen und zu verstehen, was sie möglicherweise sagen oder wie sie sich fühlen." So kann beispielsweise anhand der Aktivität eines Tieres festgestellt werden, ob es krank ist.

Mittlerweile gibt es auch ähnliche Produkte für Katzen und der Markt wächst weiter.

Experten sind sich sicher, dass sich die zukünftige Technologie mehr den je auf das Wohlbefinden des Haustieres konzentrieren wird.

Titelfoto: 123RF/ Juan Jose Tugores

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