Kara braucht vor allem zwei Dinge: Weight-Watchers-Gruppe und viele Kuscheleinheiten
Frankfurt am Main - Ein trauriger Schicksalsschlag hat dafür gesorgt, dass Kara im Tierheim in Frankfurt gelandet ist: Da ihr vorheriger Besitzer leider verstorben ist, sucht die pfundige Hundedame nun ein neues Für-immer-Zuhause.
Laut Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern handelt es sich bei der Belgischen Schäferhündin um eine sehr nette Vierbeinerin - und eine stattliche noch dazu.
So stattlich, dass sie sich der tierischen Weight-Watchers-Gruppe habe anschließen müssen. Das Tierheim geht davon aus, dass ihr Besitzer sich nicht mehr ausreichend um sie kümmern konnte und sie reichlich Futter anstatt Bewegung bekam.
Auch bei ihrer künftigen Familie muss demnach genau darauf geachtet werden, dass die Hündin wieder ihr Idealgewicht erreicht. Wenn sie die überschüssigen Pfunde los sei, freue sie sich auch wieder über viele ausgedehnte Spaziergänge.
Den Angaben zufolge ist Kara nicht nur extrem freundlich, sondern sehnt sich geradezu nach menschlicher Nähe und Wärme.
"Geht man an Ihrem Auslauf vorbei, läuft sie hinterher und bettelt um Zuneigung", schildert das Tierheim. "Sie liebt es, wenn man mit ihr kuschelt und schmust." Wenig überraschend fühlt sie sich in der Einrichtung nicht wirklich wohl. All der Lärm und vor allem das Alleinsein gefallen ihr nicht. Sie werde deshalb manchmal auch nervös und unruhig.
Kenntnisse bei Grundkommandos ausbaufähig: Gut, dass Kara bestechlich ist!
Perfekt wären Menschen, die mit Schäferhunden bereits Erfahrung haben. Ambitionierte Anfänger wären für Kara aber ebenfalls durchaus geeignet.
Ihre Kenntnisse bei den Grundkommandos sind zwar noch ausbaufähig, da Schäferhunde aber im Allgemeinen schnell lernen und Kara mit Leckerlis extrem gut bestechlich ist, wird sie das Versäumte laut dem Tierheim sicherlich schnell nachholen.
An der Leine läuft sie gut, ihren Zwinger hält sie sauber und auch das Autofahren kennt sie schon.
Ob die Hündin es allerdings kennt, stundenweise mal alleine zu bleiben, ist hingegen nicht bekannt.
Auch müsste im Fall der Fälle im Tierheim erst noch getestet werden, wie sie sich als Zweithund schlägt und ob sie mit Katzen kompatibel ist. Sollten Kinder im Haushalt leben, sollten diese mindestens zehn Jahre alt und entsprechend verantwortungsbewusst sein.
Gesucht wird ein ruhiges Umfeld, idealerweise am Stadtrand oder in einer ländlichen Umgebung. Auch sollten nicht allzu viele Treppenstufen zu bewältigen sein, da Schäferhunde im Verlauf ihres Lebens eine Hüftgelenkdysplasie (HD) entwickeln können.
Wer Kara ein schönes Leben schenken möchte, kann sich mit dem Tierheim jederzeit per E-Mail in Verbindung setzen.
Titelfoto: Montage: Tierschutzverein Frankfurt am Main und Umgebung von 1841 e.V. (2)

