Berlin - Am Kottbusser Tor spielten sich am Dienstagabend schockierende Szenen ab: Ein Kind soll einen winzigen Hundewelpen wie ein Spielzeug durch die Luft geschleudert haben. Doch die Polizei reagierte sofort und rettete den völlig geschwächten Vierbeiner.
Wie die Einsatzkräfte auf Facebook berichten, wirkte der Kleine noch sehr jung, hatte die Augen kaum geöffnet, konnte nur schwer laufen und machte einen völlig entkräfteten Eindruck.
Die Mutter des Kindes konnte weder erklären, woher der Hund stammte, noch entsprechende Unterlagen vorlegen. Ihre Erklärung: Sie habe ein "Spielzeug" für ihr Kind kaufen wollen.
Der Welpe wurde daraufhin umgehend in eine Tierklinik gebracht. Dort bestätigte sich der Verdacht: Das Tier war viel zu jung, um bereits von seiner Mutter getrennt worden zu sein.
In diesem Zuge erinnert die Polizei eindringlich daran: Ein Hund ist kein Kuscheltier und kein Spielzeug. Tiere sind Lebewesen mit Bedürfnissen, Gefühlen und Verantwortung, die über viele Jahre reicht. Wer sich einen Hund anschafft, muss sich um Haltung, Pflege, Tierarztkosten und Betreuung kümmern.
Gegen die Verantwortlichen wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Der kleine Welpe bleibt zunächst in tierärztlicher Betreuung. Sobald er wieder gesund und alt genug ist, soll er über die zuständigen Stellen in ein geeignetes Zuhause vermittelt werden.