Mann kauft Hund, um Straftat zu vertuschen: Lügengeschichte endet im Knast!

London (England) - Die zwei Jahre alte Hündin Camila reiste mit ihrem Herrchen, einem 43-jährigen Mexikaner, nach London. Doch am Flughafen Heathrow trennten sich die Wege der beiden. Zum Glück, denn Camila war nur Mittel zum Zweck.

Für Camila hatte die lange Reise von Mexiko nach London ein Happy End.
Für Camila hatte die lange Reise von Mexiko nach London ein Happy End.  © Screenshot/nationalcrimeagency.gov.uk

Nach der Landung auf britischem Boden nahmen Mitarbeiter der tierärztlichen Grenzkontrolle die Transportbox der Hündin unter die Lupe. Dabei bemerkten sie, dass sich der Behälter ungewöhnlich schwer anfühlte, eine seltsame Größe hatte und stark nach Abbeizmittel roch.

Also schauten die Beamten nochmal genauer hin und siehe da, in Camilas Box waren jeweils ein Kilo schwere Blöcke einer weißen Substanz versteckt. Wie sich herausstellen sollte, handelte es sich dabei um Kokain im Wert von rund 800.000 britischen Pfund (umgerechnet rund 920.000 Euro).

Wenig später ließ die Kriminalpolizei die Handschellen klicken, verhaftete Jorge Pablo Samano Galas und eine abenteuerliche Geschichte kam ans Tageslicht.

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In einer Befragung habe der 43-Jährige laut National Crime Agency angegeben, die Hündin für 3000 Pfund (rund 3500 Euro) in Mexiko gekauft zu haben. Im Vereinigten Königreich habe er gemeinsam mit Camila Urlaub machen wollen, um sich mit dem Tier "anzufreunden".

Die Kokain-Pakete waren in der Verkleidung der Transportbox versteckt.
Die Kokain-Pakete waren in der Verkleidung der Transportbox versteckt.  © Screenshot/nationalcrimeagency.gov.uk

Hündin Camila war am Flughafen beliebt und wurde adoptiert

Jorge Pablo Samano Galas (43) wollte mit einem extra gekauften Hund, von seinem Drogenschmuggel ablenken.
Jorge Pablo Samano Galas (43) wollte mit einem extra gekauften Hund, von seinem Drogenschmuggel ablenken.  © Screenshot/nationalcrimeagency.gov.uk

Die Beamten fanden allerdings heraus, dass Samano Galas für die Zeit nach der "Eingewöhnung" gar kein Rückflugticket gebucht hatte. Danach habe sich der Mann in Widersprüche verstrickt, ehe er den Drogenschmuggel zugab.

Bei einer Anhörung am Winchester Crown Court im Süden Englands wurde der Mexikaner schließlich am Freitag zu sechs Jahren und vier Monaten Haft verurteilt.

Camila durfte auf freiem Fuß bleiben. "Wir haben beschlossen, Camila während der laufenden Untersuchung in eine Pflegefamilie aufzunehmen, um sicherzustellen, dass sie die Liebe bekommt, die sie verdient", sagte der Leiter der Tierschutzbehörde am Flughafen Heathrow.

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Dabei muss die Hündin sich so sehr beliebt gemacht haben, dass ein Mitarbeiter sich entschied, Camila zu adoptieren. Statt im warmen Mexiko lebt sie nun im regnerischen England.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshots/nationalcrimeagency.gov.uk

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