Hamburg - Im Hamburger Franziskus-Tierheim sorgt derzeit eine junge Hündin namens Ella für Aufsehen. Allerdings nicht, weil sie lautstark auf sich aufmerksam macht - ganz im Gegenteil.
Die Mischlingshündin kam sehr zurückhaltend im Tierheim an und hielt zunächst konsequent Abstand zu allem, was mit Menschen zu tun hatte.
Nähe war ihr unangenehm, sie versuchte Begegnungen eher zu vermeiden und zog sich konsequent zurück.
Geboren wurde die Fellnase im März 2024. Seit Mai dieses Jahres lebt sie im Tierheim und benötigt dort vor allem eines: Zeit. Zeit, um Vertrauen aufzubauen und zu verstehen, dass nicht jeder menschliche Kontakt eine Bedrohung bedeutet.
Der Anfang war schwierig, doch inzwischen ist eine vorsichtige Entwicklung erkennbar.
Ein kleiner Wendepunkt kam durch einen aufgeschlossenen Hundekumpel im Tierheim, an dem sich Ella offenbar ein wenig Mut abschauen konnte.
Schritt für Schritt zeigt sie nun mehr Interesse an ihrer Umgebung: Ihr Blick wirkt wacher, sie verlässt auch in Anwesenheit von Menschen gelegentlich ihr Bettchen und manchmal lässt sich sogar ein zaghaftes Schwanzwedeln beobachten.
Direkten Kontakt meidet sie zwar weiterhin, doch Snacks nimmt sie inzwischen vorsichtig und mit Abstand an – ein erstes, wichtiges Zeichen von Vertrauen.
Mischlingshündin Ella im Hamburger Tierheim: Für eine Vermittlung ist es noch zu früh
Im Tierheim wird die Vierbeinerin nun behutsam gefördert, aber auch gefordert, immer in ihrem Tempo.
Für eine Vermittlung ist es noch zu früh: Erst wenn sie sicher spazieren gehen kann und sich gut anfassen lässt, ist die Hündin bereit für ein neues Zuhause.
Ideal wäre dann ein ruhiger Haushalt mit bereits vorhandenem Ersthund sowie eine ländliche Umgebung oder Stadtrandlage. Der Trubel der Stadt könnte die sensible Hündin nämlich schnell überfordern, heißt es auf der Website des Tierheims.
Wer Ella kennenlernen möchte, kann sie während der Vermittlungszeiten persönlich besuchen oder sich per aussagekräftiger E-Mail an info@franziskustierheim.de wenden.