Todeskampf: Trauriger Jack sollte sterben!

Köln - Dieser kleine Hund hat ein paar schlimme Tage hinter sich und befindet sich jetzt in der Isolierstation des Kölner Tierheims in Dellbrück.

Der kleine Hund "Jack" sollte zunächst eingeschläfert werden. Dem Besitzer war das aber zu teuer!
Der kleine Hund "Jack" sollte zunächst eingeschläfert werden. Dem Besitzer war das aber zu teuer!  © Facebook/ Tierheim Köln-Dellbrück

Der schwarze Vierbeiner wurde laut dem Tierheim-Dellbrück illegal aus Ungarn eingeführt und zeigte schon kurz nach seiner Ankunft in Deutschland Krankheitssymptome.

Sein Zustand verschlimmerte sich täglich und als "Jack" bereits nur noch auf der Seite lag, fuhr sein Besitzer endlich in eine Tierklinik. "Jack" kämpfte um sein Leben.

Für die Pfleger im Tierheim völlig unverständlich: "Doch anstatt die Verantwortung für die Gesundheit seines jungen Freundes zu übernehmen, wollte er ihn aus Kostengründen einschläfern lassen."

Traumtor auf vier Beinen: Hund netzt nach Freistoß ein
Hunde Traumtor auf vier Beinen: Hund netzt nach Freistoß ein

Wie die Pfleger berichten, sei dem Besitzer selbst das Einschläfern in der Tierklinik zu teuer gewesen, und er wollte den Hund ohne Behandlung wieder mitnehmen!

In der Tierklinik wurde der Besitzer offenbar von den Mitarbeitern überzeugt, den Hund abzugeben.

Der Besitzer willigte letztlich ein und gab den Hund mit dem traurigen Blick ab. Im Anschluss wurde das Tier versorgt, der kleine "Jack" erhielt sofort lebensrettende Hilfe. Danach ging es für ihn die Isolierstation.

Da der kleine Hund noch langfristig auf der Isolierstation bleiben muss, haben die Pfleger eine wichtige Bitte für diesen Hund: "Liebe Tierfreunde, bitte seid so nett und schickt uns, egal wie schockverliebt ihr seid, keine Vermittlungsanfragen." Für andere Tiere gilt das natürlich nicht.

Das Tierheim Köln-Dellbrück

Bereits seit mehr als 50 Jahren gibt es das Tierheim im Kölner Stadtteil Dellbrück. Rund 20 Mitarbeiter kümmern sich um die Versorgung und Vermittlung von Haustieren. Pro Jahr werden etwa 2000 Tiere vermittelt. Als privater Verein finanziert sich das Tierheim nach eigenen Angaben durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Erbschaften.

Wer ein Tier übernehmen möchte, muss einige Dinge beachten. Neben einem persönlichen Gespräch gibt es beispielsweise bei Hunden auch einen Probespaziergang sowie einen Kontrollbesuch.

Je nach Tier fällt eine unterschiedlich hohe Schutzgebühr an, mit der die Kosten für die Unterbringung und die tierärztliche Untersuchung zum Teil gedeckt werden. Während der Corona-Pandemie gelten beschränkte Vermittlungsregeln. Kontakt zum Tierheim gibt es hier.

Titelfoto: Facebook/ Tierheim Köln-Dellbrück

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