Irre Bürokratie-Posse: Frau drohen zwei Jahre Haft, weil sie bei ihren Schafen wohnt

Derbyshire (England) - Dieser Behörden-Krieg ist völlig gaga! Die britische Schafzüchterin Helen Lowe (59) baute sich klammheimlich eine kleine Wohnung mitten in ihre Scheune, um zur Geburt ihrer Lämmer ganz nah bei den Tieren zu sein. Weil die Farmerin die illegale Kuschel-Bude trotz Richter-Machtwort einfach nicht abreißen will, soll sie jetzt hinter Gitter wandern.

So sieht das kleine Apartment im Stall aus.  © Derbyshire Dales District Council

Wer braucht schon Windsor Castle, wenn er flauschige Schafe haben kann? Das dachte sich wohl auch Helen Lowe, als sie sich mitten im Corona-Lockdown 2020 ein gemütliches Apartment im Stall zimmerte.

Der Clou an der Geschichte: Die Farmerin zahlte für ihren illegalen Scheunen-Palast sogar jahrelang brav Gemeindesteuer! Die Behörden kassierten die Kohle zwar dankend ab, schickten ihr aber im gleichen Atemzug die Bauaufsicht auf den Hals.

Seit sechs Jahren tobt nun schon die Schlammschlacht zwischen der Schäferin und dem Bezirksrat von Derbyshire Dales.

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Die Beamten schäumen vor Wut und werfen der 59-Jährigen vor, die Wohnung "gezielt getarnt" zu haben, um die Justiz an der Nase herumzuführen.

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Helen wollte nur ihren Schafen so nah wie möglich sein.  © Facebook: helen.lowe2

Schafzüchterin lässt sich das nicht bieten

Ihre Schafe scheint es jedenfalls nicht zu stören, dass Helen ihre Mitbewohnerin ist.  © Facebook: helen.lowe2

Helen kontert im Gespräch mit der britischen Zeitung Daily Mail trocken: "Die Wohnung war für jeden sichtbar. Das war kein Luxus-Versteck, meine Priorität waren einfach nur meine Tiere!"

Sie spricht von einer gnadenlosen "Hexenjagd" – zumal die Behörden sie selbst noch mit Klagen bombardierten, als sie mit einem gebrochenen Oberschenkelknochen flachlag.

Doch die britische Bürokratie kennt keine Gnade für Tierliebe. Weil die taffe Farmerin sämtliche Fristen, Räumungsbefehle und Gerichtsbeschlüsse der letzten Jahre ignorierte und stur in ihrer Scheune wohnen blieb, zog die Gemeinde nun die Reißleine. Das knallharte Urteil: Schuldig wegen Missachtung des Gerichts!

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Für Helen wird es jetzt richtig ungemütlich: Die erste Rechnung über 10.000 Pfund (rund 11.500 Euro) für die gegnerischen Anwälte flatterte bereits ins Haus.

Am 18. August 2026 folgt das endgültige Strafmaß. Im schlimmsten Fall drohen der Schaf-Mama eine unbegrenzte Geldstrafe und bis zu zwei Jahre Gefängnis.

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