Anholt (Dänemark) - Fast zwei Wochen ist es her, dass Buckelwal "Timmy" in der Nordsee freigelassen wurde. Wegen fehlender Senderdaten wird seitdem wild spekuliert, ob das Tier nun in Freiheit schwimmt oder womöglich bereits tot ist. Hat das Rätselraten nun ein Ende?
Ein Blick in Richtung Dänemark zeigt: Vor der Küste nahe der Insel Anholt ist nun ein toter Buckelwal gesichtet worden. Das berichtet unter anderem der Sender "TV2 Østjylland". Seitdem wird in dänischen Medien gemutmaßt, ob es sich bei dem Tier womöglich um "Timmy" handle. Auch NEWS5 bestätigte, dass an besagtem Ort tatsächlich ein Wal gestrandet ist.
Ein Zuständiger der Naturschutzbehörde auf der Insel Anholt bestätigte nun gegenüber NEWS5, dass der Wal tot ist.
Der Meeressäuger habe vor allem bei den Inselbewohnern bereits für Aufsehen gesorgt. "Er ist ziemlich groß. Wenn man ihn mit dem Fernglas betrachtet, sieht man, dass er zehn bis 15 Meter lang ist", so Morten Abildstrøm, der als Aufseher bei der Naturbehörde auf Anholt tätig ist.
Auch Bewohner der Insel seien sich sicher: Das gestrandete Tier sei keine Robbe und kein Schweinswal. Laut Abildstrøm liege der Wal etwa 75 Meter vom Ufer entfernt. Auch auf Facebook kursieren Fotos des gestrandeten Wals vor Dänemark.
Offenbar Buckelwal vor Dänemarks Küste gestrandet: Viele Fragen bleiben offen
Bislang beobachte die Naturbehörde die Situation. Abildstrøm betont, dass man nicht versuchen werde, den Wal zu entfernen, solange er sich nicht näher an die Küste geschwemmt werde.
Es sollen circa 150 bis 200 Kilometer Entfernung zwischen dem Ort der Freilassung von "Timmy" und dem Ort der Wal-Strandung vor der Insel Anholt liegen.
Und ob es sich bei dem Tier tatsächlich um "Timmy" handelt, der mittels einer Barge und mehreren Begleitschiffen durch die Unterstützung einer privaten Rettungsinitiative über mehrere Tage hinweg von der Ostsee in die Nordsee gebracht wurde, bleibt unklar.
Am Donnerstag sollen unter anderem Bilder verglichen werden, um Klarheit zu schaffen. Auch von einer Entnahme einer Gewebeprobe am Tier war bereits die Rede.
Erstmeldung um 22.01 Uhr, aktualisiert um 22.40 Uhr.