Besitzer total am Ende: Tierschützer retten mehr als 80 Katzen aus kleinem Haus

Harrison Township (USA) - Wenn aus Tierliebe völlige Überforderung wird: Vor wenigen Tagen suchte ein verzweifelter Katzenbesitzer aus der Kleinstadt Harrison Township eine Tierschutzbehörde auf, um seine 84 Fellnasen abzugeben.

Viele der geretteten Katzen waren trächtig oder hatten bereits einen Wurf.  © Fotomontage/Screenshot/Facebook/Macomb County Animal Control

Dass der Tierhalter einmal seine Katzen abgeben muss, damit hätte er niemals gerechnet - doch seine Nerven waren letztlich einfach am Ende.

"Wenn die Anzahl der Haustiere in einem Haushalt über das hinauswächst, was realistisch bewältigt werden kann, kann es schnell schwierig werden", schrieb Macomb County Animal Control in einem Facebook-Beitrag zum dem ungewöhnlichen Fall.

Deshalb entschied sich der Besitzer auch, seine geliebten Haustiere abzugeben - und wandte sich an die ortsansässige Tierbehörde. Jeff Randazzo, Leiter von Macomb County, betonte in den sozialen Medien, dass eine solche Entscheidung "das Richtige" gewesen sei - auch wenn sie schwer falle.

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Der Katzenliebhaber gab gegenüber den zuständigen Behörden offen zu, dass er mit seinen ganzen Haustieren vollkommen überfordert gewesen sei.

Der Tierschutz zögerte nicht lange und leitete kurze Zeit später eine "groß angelegte" Rettungsaktion ein. Als die Helfer an dem Katzen-Haus angekommen waren, entdeckten sie zahlreiche trächtige sowie säugende Samtpfoten.

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Nachbar des Katzenbesitzers konnte seinen Augen kaum trauen

Die unzähligen Katzen befanden sich in einem kleinen Haus. (Symbolfoto)  © 123RF/ biggreg50

Nach der stundenlangen Bergung aller Katzen folgte ihre medizinische Versorgung: "Impfungen, Schnelltests, Kotuntersuchungen und Flohprophylaxe".

Paul Cote, Nachbar des Katzenbesitzers, konnte seinen Augen kaum trauen, als die Rettungskräfte nach und nach mit mehreren Transportkisten aus dem Haus kamen.

"Plötzlich brachten sie Katzenboxen mit. Wir sahen ungefähr acht Stück. Ich finde das krankhaft", sagte Cote gegenüber WXYZ. Er habe zwar gewusst, dass auf seinem Nachbargrundstück viele Samtpfoten hausen würden - doch ein solches Ausmaß sei ihm nicht bewusst gewesen.

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Viele der geretteten Tiere seien erst "sechs bis sieben Wochen" alt, erklärte Rachel Parr, Mitarbeiterin der Tierschutzorganisation.

"Es ist so traurig, denn viele dieser Tiere können in solchen Situationen sterben, sie können sich infizieren oder fressen nicht genug", fügte sie hinzu.

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