Frauen wollen Katzen füttern: Plötzlich kommt die Polizei

Wetumpka (USA) - Beverly Roberts (85) und Mary Alston (61) wurden verhaftet, nachdem sie wilde Katzen gefüttert hatten. Was steckt dahinter?

Übertrieben oder gerechtfertigt? Zwei Frauen bekamen es mit Justiz und Polizei zu tun, weil sie streunende Katzen fütterten. (Symbolbild)
Übertrieben oder gerechtfertigt? Zwei Frauen bekamen es mit Justiz und Polizei zu tun, weil sie streunende Katzen fütterten. (Symbolbild)  © sherbakvolodymir/123RF

Wie der Guardian berichtet, wurden die beiden US-Amerikanerinnen zu Haftstrafen von jeweils zehn Tagen und zwei Jahren auf unüberwachte Bewährung verurteilt. Hinzu kommt eine Geldstrafe von jeweils 100 US-Dollar.

Was war geschehen? Im Juni fütterten Roberts und Alston wilde Katzen vor dem Gerichtsgebäude in Alabama - in der Hoffnung, die Streuner einfangen zu können.

Roberts reagierte ungläubig auf das nun ausgesprochene Urteil: "Eine Verwarnung, eine Verhaftung und eine Verurteilung - und das alles nur, weil wir ein Problem mit verwilderten Katzen lösen wollten, das die Stadt nicht lösen konnte."

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Die Behörden der Stadt Wetumpka rechtfertigten das Vorgehen von Justiz und Polizei, da das Füttern der wilden Tiere große Schäden anrichten würde.

Nationale Tierschutzorganisationen stellten sich jedoch auf die Seite der Frauen. Das Einfangen verwilderter Katzen, um sie kastrieren zu lassen, wäre ein erfolgreicher und etablierter Weg, das Problem der streunenden Tiere zu lösen.

"Ihr habt drei Polizeiautos, weil ich Katzen füttere?", empörte sich Alston in einem Video der ersten Begegnung mit der Polizei im Juni. Es sei einfach "unglaublich".

"Mitgefühl ist kein Verbrechen", ergänzte Alice Burton von Alley Cat Allies, einer Gruppe, die sich für verwilderte Katzen einsetzt und Kastrationsinitiativen unterstützt. "Das sind gute Samariter, denen sollte man applaudieren und nicht Handschellen anlegen."

Titelfoto: sherbakvolodymir/123RF

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