Tierisch heiß: So kühlen sich Baby-Elefant und Co. im Kölner Zoo ab

Köln – Ganz NRW schwitzt zurzeit wegen einer heftigen Hitzewelle. Auch die Tiere im Kölner Zoo bilden da keine Ausnahme. Doch ob dickhäutige Elefanten-Dame oder kälteliebende Pinguine – sie alle kennen Tricks für eine angenehme Abkühlung.

Elefanten-Jungtier „Leev Ma Rie“ erfrischt sich bei einem ausgedehnten Bad.
Elefanten-Jungtier „Leev Ma Rie“ erfrischt sich bei einem ausgedehnten Bad.  © Hans Feller

Spätestens, wenn die Trampeltiere in der Nähe des Zooeingangs ihr Fell abwerfen, ist klar: Der Sommer kütt! Eigentlich könnte man aufgrund ihrer schieren Größe und dem Gewicht von ca. 480 Kilogramm meinen, dass die Säuger mit der Hitze schwer zu kämpfen haben.

Doch tatsächlich sind sie wahre Hitzeprofis und können Körpertemperaturen von bis zu 41 Grad ertragen, ohne einen Hitzschlag zu bekommen. Das klappt zum Beispiel, indem sie durch Atemluft und Urin weniger Wasser ausscheiden.

Humboldt-Pinguine sind eigentlich die niedrigen Temperaturen des kalten Humboldtstrom an den Küsten Chiles gewohnt. Wird ihnen zu heiß, können sie aber einfach ihre Flügel ausbreiten. Durch die weniger befiederten Unterseiten kann so sehr gut Wärme abgegeben werden.

Für die Kalifornischen Seelöwen haben die Kölner Pfleger gelegentlich eine ganz besondere Abkühlung parat. Die Tiere kriegen bei heißem Wetter eine sogenannte "Fisch-Eistorte" kredenzt.

Süßer Banteng-Nachwuchs im Kölner Zoo

Banteng-Kälbchen „Nyoman“ ist Mitte Juni im Kölner Zoo geboren worden.
Banteng-Kälbchen „Nyoman“ ist Mitte Juni im Kölner Zoo geboren worden.  © Werner Scheurer

Andere Tiere fühlen sich bei Temperaturen oberhalb der 30 Grad Marke hingegen pudelwohl – so zum Beispiel das süße Banteng-Kälbchen „Nyoman“.

Nyoman ist Mitte Juni zur Welt gekommen. Sein Name bedeutet auf Javanesisch "der Jüngste". Der kleine Bulle ist der neueste Zuwachs in der Kölner Banteng-Gruppe und gilt als wichtiger Zuchterfolg.

Bei den seltenen Tieren handelt es sich um asiatische Wildrinder, die gewöhnlich in der schwülen Hitze indonesischer Inseln leben.

Sie werden offiziell als "stark gefährdet" eingestuft. So gibt es schätzungsweise nur noch 4000 bis 8000 Bantengs weltweit – vier von ihnen leben im Kölner Zoo.

Nyoman ist laut den Zooverantwortlichen sehr agil und wird von Mutter "Wangi" regelmäßig mit Milch versorgt.

Mutter "Wangi" kümmert sich liebevoll um Banteng-Kälbchen „Nyoman“.
Mutter "Wangi" kümmert sich liebevoll um Banteng-Kälbchen „Nyoman“.  © Werner Scheurer

Die beiden leben zusammen mit Bulle "Buddy" und einem weiteren Weibchen namens "Ornella" in einer 2017 neu errichteten Anlage und genießen die aktuelle Sommerhitze in vollen Zügen.

Titelfoto: Hans Feller

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