Zebra oder Giraffe? Kölner Zoo züchtet jetzt dieses seltene Lebewesen

Köln – Seit September beheimatet der Kölner Zoo ein ganz besonderes Lebewesen. "Qenco" heißt der Neuzugang, der mit seinen gestreiften Beinen und dem langen Hals an eine Mischung aus Zebra und Giraffe erinnert.

Seit September lebt das Okapi "Qenco" im Kölner Zoo.
Seit September lebt das Okapi "Qenco" im Kölner Zoo.  © Werner Scheurer

Tatsächlich zählt das ungewöhnliche Tier zu den Giraffenartigen und wird auch als "Waldgiraffe" bezeichnet.

Qenco und seine Artgenossen, die Okapis, stammen ursprünglich aus den Tiefen des kongolesischen Regenwaldes. Laut dem Kölner Zoo wurden sie erst 1901 für die Wissenschaft entdeckt.

Der Neu-Kölner ist jedoch ein gebürtiger Schweizer. Er kam im Februar letzten Jahres im Zoo in Basel zur Welt. In der Domstadt soll er nun in die Zucht gehen.

So lernte er in der Rheinmetropole bereits drei Weibchen kennen, mit denen er bald für weiteren Okapi-Zuwachs sorgen soll. "Seine Integration in die Gruppe verlief ohne Probleme", berichten die Zoo-Verantwortlichen.

Den mehrstündigen Transportstress von Basel nach Köln habe er zuvor bestens überstanden.

Okapis gelten im Kongo als nationales Symbol

Okapis fallen durch ihren giraffenartigen Hals und schwarz-weiß gestreifte Beine auf.
Okapis fallen durch ihren giraffenartigen Hals und schwarz-weiß gestreifte Beine auf.  © Werner Scheurer

Okapis sind ein echter Hingucker. So besitzen sie nicht nur auffällig große Ohren, sondern auch eine blaue Zunge. 

Diese kann ausgestreckt eine Länge von bis zu 25 Zentimetern erreichen. Mit ihr können Okapis nach Nahrung greifen und ihr Fell säubern.

Die Tiere erreichen eine Schulterhöhe von 1,35 bis 1,60 Metern, wobei Männchen kleiner und leichter sind als Weibchen. Zusätzlich tragen sie zwei spitze, mit Haut bedeckte Knochenzapfen auf der Stirn.

Okapis sind nach kongolesischen Gesetzen streng geschützt. 

Sie gelten in der afrikanischen Republik als nationales Symbol. Von der Weltnaturschutzunion wurden die Tiere als "gefährdet" eingestuft.

Wie viele Okapis es in der freien Wildnis noch gibt, ist nur wenig belegt. Sie leben meist als Einzelgänger auf Lichtungen und im dichten Unterholz des afrikanischen Regenwaldes.

Ihr Lebensraum wird zunehmend zerstört und Jäger haben es auf das Fleisch und Fell der seltenen Giraffenartigen abgesehen.

Der Kölner Zoo unterstützt nach eigener Aussage ein Projekt zum Erhalt des natürlichen Waldgebiets. In europäischen Zoos leben nach offiziellen Angaben derzeit 78 Okapis.

Titelfoto: Werner Scheurer

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