Apopka (USA) - Wer sich schon einmal gefragt hat, wie es aussieht, wenn man einen Löwen und einen Tiger kreuzt, wird eine Antwort in Florida finden: Dort lebt der achtjährige "Chimera" - das Ergebnis einer Paarung von zwei verschiedenen Raubkatzen-Arten. Genau diese Kombination macht ihm aber Probleme.
Mit gerade einmal neun Wochen kam der Hybrid aus Illinois zur "Care Foundation" nach Apopka, wo er fortan mit der Flasche großgezogen wurde. Chimera ist ein sogenannter "Liger", also halb Tiger, halb Löwe - ebenso wie seine Mutter. Sein Vater dagegen ist ein reinrassiger Löwe.
Chimera ist der einzige seiner Art in Florida, weshalb er von seinen Pflegern den Spitznamen "Einhorn der Großkatzen" erhielt. Das Tier, das im vergangenen September seinen achten Geburtstag feierte, bringt mittlerweile stattliche 360 Kilogramm auf die Waage und wird sein Leben lang weiterwachsen. Schon jetzt sind seine Tatzen von einer beachtlichen Größe.
Äußerlich ähnelt der Vierbeiner eher einem Löwen, was wohl auf die Löwen-Gene zurückzuführen ist, die er ja sowohl von seiner Mutter als auch väterlicherseits erhalten hat.
Sein Hybrid-Dasein wirkt auf viele vielleicht beeindruckend, bringt aber für die Raubkatze einige gesundheitliche Probleme.
Löwen-Tiger-Mix leidet unter gesundheitlichen Problemen
"Er leidet zeitweise unter starken Allergien, die Medikamente erfordern, und hat außerdem einen leichten Vitaminmangel, an dem wir täglich arbeiten", schreibt die "Care Foundation" auf Facebook.
Bereits im Kätzchen-Alter musste man Chimera operieren und ein Augenlid-Lifting vornehmen, da seine Wimpern an seinem Augapfel rieben. Auch aktuell macht eines seiner Augen Probleme, und es wird ein Grauer Star vermutet.
In Gefangenschaft entwickelte der Liger merkwürdige Eigenarten. So frisst Chimera derzeit nur etwas, wenn seine Pflegerin ihm das Futter auf einem Tablett serviert. "Ich hab’ mich fast verletzt, als ich ihm den 9-Kilo-Truthahn gebracht habe! Was für ein Riesenbaby!"
Obwohl er ein "sehr eigenwilliger, sehr verwöhnter Liger" sei, ist man in seinem Zuhause sehr verliebt in die Großkatze. "Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich ich bin, diese Beziehung zu ihm zu haben. Es ist eine gegenseitige Liebe, ein tiefes Verständnis und großer Respekt", so seine Betreuerin.
Sie hofft, dass sie dem riesigen Tier ein tolles Leben ermöglichen kann - trotz schwerer gesundheitlicher Probleme. "Er soll einfach sein Leben in vollen Zügen genießen!"